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Protest gegen Aldi

Bad Bramstedt Protest gegen Aldi

Gegen die geplante Aldi-Markt-Erweiterung in der Hamburger Straße verschärft sich der Anwohnerprotest. Udo Matha und Karin Pohling haben 39 Unterschriften vor allem in der Nachbarschaft gesammelt, um die Vergrößerung des Discounters zu verhindern.

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Udo Matha und Karin Pohling haben 39 Unterschriften vor allem in der Nachbarschaft gesammelt, um die Erweiterung des Aldi-Marktes an der Hamburger Straße zu verhindern.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. „Wir haben schon jetzt nachts genug Lärm“, sagt Karin Pohling, die an der Ecke Sommerland/Altonaer Straße wohnt. „Morgens um 4 Uhr kommt der Lieferant mit den Backwaren und macht einen Höllenkrach“, sagt sie. Der werde noch zunehmen, wenn Aldi seine Erweiterungspläne wahr macht und dichter an die Wohnhäuser heranrückt. Dann sind es nur noch wenige Meter bis zu ihrem Haus und denen ihrer Nachbarn im Caspar-Fuchs-Weg.

 Der städtische Planungsausschuss hatte in seiner letzten Sitzung dem Antrag von Aldi zugestimmt, durch eine Bebauungsplan-Änderung ein Erweiterung der Verkaufsfläche um 200 Quadratmeter zu ermöglichen. Der Discounter hat dann 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche, die Standardgröße des Unternehmens. Aldi will an der Nordseite zum Caspar-Fuchs-Weg hin anbauen. Dort soll die neue Entladezone entstehen. Das derzeitige rückwärtige Lager wird zur Verkaufsfläche. Die Anlieferer werden dann rund sechs Meter vor den Einfamilienhäusern in Caspar-Fuchs-Weg und Sommerland rangieren. Einige große Bäume müssen dafür weichen, eine große Eiche an der Parkplatzeinfahrt soll allerdings stehen bleiben. Pohling und Matha glauben daran nicht. „Die kommt auch noch weg, sonst haben die Lastwagen doch gar keinen Platz zum Rangieren“, meint Karin Pohling.

 Vor der Änderung des Bebauungsplanes muss unter anderem ein Lärmschutzgutachten erstellt werden. Wahrscheinlich wird die Ladezone eingehaust, damit die Entladegeräusche die Nachbarn nicht stören. Das reicht denen aber nicht. Die Lastwagen machten allein schon beim Rangieren genug Lärm, meinen die beiden Unterschriftensammler. Das beginne schon in den frühen Morgenstunden. Denkbar ist allerdings auch, dass Aldi eine hohe Lärmschutzwand ziehen muss – für die Nachbarn kein schöner Anblick.

 Sie wollen die Liste mit den 39 Unterschriften nun im Rathaus abgeben, in der Hoffnung, die B-Plan-Änderung doch noch stoppen zu können.

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