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Raiba erwartet gute Geschäfte

Bad Bramstedt Raiba erwartet gute Geschäfte

Das Geschäftsjahr 2015 hat der Raiffeisenbank Bad Bramstedt/Henstedt-Ulzburg ein kräftiges Stück Wachstum beschert. Wie schon im Vorjahr war der Motor das Kreditgeschäft. Der Bankvorstand rechnet mit einer geordneten Finanz- und Vermögenslage auch in den kommenden Jahren.

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Die Bankvorstände Gerd Jeske (links) und Igmar Kampling sind zufrieden mit der Entwicklung der Raiffeisenbank.

Quelle: Anna Maria Persiehl

Bad Bramstedt. Die Mitglieder der Raiba kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Sie erhalten eine Dividende auf ihre Genossenschaftsanteile von 5,6 Prozent.

 Über die für die Genossenschaftsbank erfreuliche Entwicklung informierten die Bankvorstände Ingmar Kampling und Andreas Jeske die 103 Anwesenden auf der Vertreterversammlung im Kaisersaal in Bad Bramstedt. Die Summe der von der Raiffeisenbank 2015 vergebenen Kredite sei um gut 23 Millionen Euro gestiegen – ein Plus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Richtig, richtig viel“, meinte Kampling, der vor den Vertretern der 9780 Genossenschaftsmitglieder einen Überblick über das abgelaufene Geschäftsjahr gab. Die Bilanzsumme bezifferte der Bankvorstand auf 467 Millionen Euro, gut 11 Millionen Euro (2,4 Prozent) mehr als 2014.

 Die Kundeneinlagen haben sich unterschiedlich entwickelt: Die Spareinlagen sind geringfügig zurückgegangen, während es bei anderen Einlagen Zuwächse gab. Vor allem die täglich fälligen Kundengelder haben sich um mehr als 5 Prozent erhöht. Umso erstaunlicher, da es zum Beispiel für Tagesgeld so gut wie gar keine Zinsen mehr gibt. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir mittlerweile Strafzinsen bezahlen müssen“, erinnerte Kampling an das Dilemma seines Geldhauses beim Parken von Geld bei der Notenbank. Als angemessen bezeichnen die Vorstände die Eigenkapitalausstattung der Raiffeisenbank: 43,3 Millionen Euro.

 Der Jahresüberschuss betrug 2 Millionen Euro. Davon wurden knapp 400000 Euro an die Mitglieder ausgeschüttet, was eine Dividende von 5,6 Prozent ergibt.

 Dass an dem Erfolg der Raiffeisenbank die gut 100 Mitarbeiter einen großen Anteil haben, hob Kampling besonders hervor und dankte dem Team unter Applaus der anwesenden Vertreter. In der Ausbildung bei der Bank mit zwei Hauptstellen und zehn Filialen waren im Geschäftsjahr 16 junge Frauen und Männer aus der Region. Das Kreditinstitut hat 2015 zudem für Schulung und Fortbildung ihrer Mitarbeiter rund 122000 Euro ausgegeben.

 Auch für 2016 erwarten die Bankvorstände angesichts günstiger Rahmenbedingungen gute Geschäfte, getragen vor allem durch hohe Konsum- und Investitionsneigung der Privatkunden. „Wir erwarten auch weiterhin eine hohe Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen“, lautet die Prognose des Vorstandes. „Für die Bankenwelt sehen wir große Herausforderungen“, resümierte Bankdirektor Jeske in einem Kurzvortrag über aktuelle Fragen von Niedrigzinspolitik der EZB über Flüchtlingsbewegungen bis hin zum Brexit.

 Die Vertreterversammlung unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz Klostermeyer hatte über drei Aufsichtsratsmitglieder zu entscheiden, deren Wahlperiode abgelaufen ist. Dabei wurden Klostermeyer selbst, sein bisheriger Stellvertreter Peter Wasner und Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach erneut in das zehnköpfige Aufsichtsgremium gewählt.

 Nach mehr als zwei Stunden mit schwerer Zahlenkost gab es für die Versammlung wie schon in den Vorjahren einen unterhaltsamen Abschluss. Bäckermeister Daniel Lorenzen aus dem nordfriesischen Joldelund präsentierte Anekdoten von seiner Zeit auf der Walz. Der 30-Jährige, der in der vierten Generation an der Spitze einer Bäckerei steht, war als Bäckergeselle dreieinhalb Jahre lang auf der Wanderschaft und dabei auch in Australien und Neuseeland unterwegs.

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Anna Maria Persiehl

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