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Rock’n’Roll: Keiner blieb sitzen

Bad Bramstedt Rock’n’Roll: Keiner blieb sitzen

25 Jahre und kein bisschen müde. Ein zweieinhalbstündiges Rock’n’ Roll-Konzert der Extraklasse lieferten die Bluemoon Alligators am Sonnabend zu ihrem Bühnenjubiläum im Bad Bramstedter Schloss ab.

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Die Bluemoon Alligators haben es auch nach 25 Jahren noch drauf: Rhythmus-Gitarrist Peter Großcurth (von links), Drummer Carsten „Moses“ Blunck, Sänger und Solo-Gitarrist Karsten Peters sowie Bassist Jens Maneke.

Quelle: Bernhard-M. Domberg

Bad Bramstedt. Von Elvis über Bill Haley bis Spencer Davis war alles dabei, was das Rock’n’Roll- und Rhythm-and-Blues-Herz höher schlagen lässt. „Samstag 21. Mai 2016, 20.25 Uhr im Schloss zu Bad Bramstedt – gegen jede menschliche Vernunft, die Bluemoon Alligators haben überlebt.“ Mit diesem Spruch eröffnete Frontmann Karsten Peters das ausverkaufte Jubiläumskonzert des Bad Bramstedter Rock’n’Roll-Quartetts. Passend dazu der Intro-Song „Rock This Town“ von den Stray Cats. Dann ging es Schlag auf Schlag von einem Elvis Presley-Medley „Burning Love“ und „Hound Dog“ über die Klassiker “Bluemoon of Kentucky und „If You Can’t Rock Me“ bis „Marie, Marie“ von Shakin' Stevens. Titel, die eingefleischte Rock’n’Roll-Fans bereits nach den ersten Takten erkennen.

 Peters und seine Alligatoren hatten ihr Publikum, dessen Altersspektrum zwischen 18 und 80 lag, fest im Griff. „Ich bin sowas von begeistert, was die Jungs hier auf die Bühne bringen“, schwärmte Annika Fölster. Die 28-jährige ist in Bad Bramstedt geboren, lebt und arbeitet heute aber in Schweiz – der Weg war ihr nicht zu weit.

 Auch die ersten Rock’n’Roll-Tänzer ließen nicht lange auf sich warten. Allen voran Petra und Enrique Balcazar aus Schmalfeld im Outfit der Fünfziger, die die Bramstedter Band seit vielen Jahren begleiten. „Wir leben Rock’n’Roll und die Bluemoons bringen genau das Feeling ’rüber, das in die Beine geht“, finden die beiden.

 Nach der Pause gab’s drei Specialguests mit denen wohl niemand gerechnet hatte. Anke Ellermann, einige Jahre Backgroundsängerin bei den Alligators, war aus Lübeck gekommen. Sie glänzte mit ihrer Altstimme bei den Blues-Brothers-Songs „Everbody Needs Somebody“ und „Sweet Home Chicago“. „Als ausgebildete Opernsängerin singe ich eigentlich Sopran“, vertraute sie der SZ an. Sie tritt demnächst bei den Eutiner Festspielen auf und beherrscht ein Spektrum von drei Oktaven.

 Ebenso gut kam Spezialgast Martin Altmann an, der als Bassist mehrere Jahre Jens Maneke bei den Bluemoons vertreten hatte. Der auch heute noch aktive Musiker hatte sofort das alte Feeling wieder. Als Dritter im Bunde präsentierte sich Sänger Rainer Rentzow, ein alter Weggefährte, den die Musiker damals den „Fünften Beatle“ nannten. Auch er glänzte mit seinem Auftritt zum Spencer Davis-Song „Gimme Some Lovin“ und Elvis‘ „Jailhouse Rock“. Bei letzterem Stück gab es im altehrwürdigen Schloss kein Halten mehr bei den Fans.

 Ein 18-köpfiger Damenturnverein aus Marl (Nordrhein-Westfalen) schwärmte in den höchsten Tönen: „Super, spitzenmäßig, Musik zum Mittanzen.“ Die Damenriege war zum Wellnesstripp in Bad Bramstedt. „Nach Massage, Sauna und Moorbad war das ein absolutes Highlight. Wir hätten das in Bad Bramstedt gar nicht erwartet“, meinten die Damen.

 Natürlich machte die Band auch ein bisschen Werbung für ihre neue CD „No Cats, No Dogs, It’s Bma“. Es ist die dritte Scheibe seit ihrem Bestehen mit Coversongs wie „Rock This Town“, Gostriders in the Sky“ und „In the Ghetto“. Aber auch Edelschnulzen wie „Just a Gigolo“ und „Sleepwalk“ sind vertreten. Die CD wurde produziert von Marco Ponce Kärgel (Berlin) und eingespielt im Tonstudio des Jugendzentrums Bad Bramstedt unter der Leitung von Christine Daue.

 Erst nach drei Zugaben ließ die Bad Bramstedter Fangemeinde die Band von der Bühne – zum Abschluss sangen alle sieben Interpreten a Capella „Runaround Sue“.

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Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Bernhard M. Domberg

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