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Schade: Nur wenige Deutsche

Bad Bramstedt Schade: Nur wenige Deutsche

Ein internationales Kinderfest, das direkt auf den Gründer der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk, zurückzuführen ist, wurde erstmals in Bad Bramstedt gefeiert. Doch leider blieben die türkischen Mitbürger weitestgehend unter sich.

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Zu Beginn der Feier sangen alle Gäste die türkische und die deutsche Nationalhymne.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Mitglieder der türkischen Gemeinde hatten die Organisation der Veranstaltung in der Grundschule am Maienbeeck übernommen. Mehr als 200 Menschen - auch aus Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen - feierten das Fest mit musikalischen Auftritten, kleinen Sketchen, Tänzen und Gedichten – und natürlich einem ausgiebigen türkischen Büfett.

 Obwohl sich Dilek Agdan, Vorsitzende des Frauenausschusses der türkischen Gemeinde Bad Bramstedt, über die vielen Gäste freute, war sie doch enttäuscht darüber, dass nur so wenige Deutsche zum Fest kamen: „Wir haben 2000 Flyer verteilt und das Fest in der Presse bekannt gegeben“, sagte sie etwas ratlos.

 Mit roten und weißen Luftballons, Wimpeln sowie der türkischen und deutschen Flagge war die Sporthalle der Grundschule festlich geschmückt worden. Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Nationalhymnen der Türkei und Deutschlands gesungen.

 Mitorganisator Sedar Ugur erklärte den Besuchern den Ursprung des türkischen Kinderfestes. Ugur unterrichtet seit Januar türkische Kinder in Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt in ihrer Muttersprache. Im Jahr 1920 hatte Kemal Atatürk, der von 1923 bis 1938 der erste Präsident der Türkei war, die Nationalversammlung gegründet. Sie richtete ihren Widerstand gegen die Besatzung des Landes durch Briten, Franzosen, Griechen, Russen und Italiener.

 Atatürk widmete den Tag der Parlamentseröffnung, den 23. April, den Kindern des Landes, die in Brüderlichkeit, Liebe und Freundschaft zueinander aufwachsen sollten. „Kinder sollten mit dem Wissen, das sie in der Schule lernen, die Türkei in die Zukunft tragen“, erklärte Ugur Atatürks Vision. Aus terminlichen Gründen wurde das Fest in Bad Bramstedt auf den 1. Mai verlegt.

 „Ich freue mich über das, was wir hier kulturell erleben dürfen“, sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach bei seiner Begrüßung und sprach von gemeinsamen Werten, „die wir positiv mit Europa verbinden.“ Er sei stolz darauf, dass in Bad Bramstedt trotz aller Ereignisse immer wieder das Gute und Gemeinsame nach außen vertreten werde.

 Stolz war auch Schulleiterin Christine Landschek. „Es ist toll, dass das erste Fest dieser Art in unserer Schule stattfindet.“ 38 Prozent der Schüler in der Maienbeeck-Grundschule haben ausländische Wurzeln. „Neben den deutschen unterrichten wir Kinder aus 13 verschiedenen Ländern und es werden 18 Sprachen gesprochen“, sagte Landscheck.

 Für die Kinder, die das ganze Bühnenprogramm in ihre eigenen Hände genommen hatten, gab es am Ende noch eine Überraschung: Mit dem Erlös der Feier fährt Dilek Agdan mit ihnen in den Hansapark.

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Uwe Straehler-Pohl

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