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Schnelles Internet in Sicht

Bad Bramstedt Schnelles Internet in Sicht

Im Gegensatz zu anderen kommunalen Unternehmen wollen die Stadtwerke Bad Bramstedt nicht ins Geschäft mit Internet, Telefon und Fernsehen einsteigen. Doch nun haben sie einen Kooperationspartner gefunden: die Stadtwerke Barmstedt. Bis 2019 könnte die Stadt weiträumig versorgt sein.

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Der Barmstedter Vertriebsleiter Nils Buttgereit (links) und Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth (rechts) haben für ihre Glasfaserkabel bei den Bad Bramstedtern Björn Herde (Vertriebsleiter; 2. von links) und Marc Fischer (Geschäftsführer) Kooperationspartner gefunden.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Die Glasfaserleitungen der Barmstedter, die ihr Produkt Xitylight nennen, ermöglichen einen schnellen Datentransport im Internet und sind für Telefonieren sowie Fernsehen geeignet. „In zwei bis drei Jahren wollen wir die Technik flächendeckend in Bad Bramstedt anbieten können“, erklärte Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth. Die Glasfaserkabel sollen Zug um Zug in allen Straßen verlegt werden.

 2011 ist der Eigenbetrieb der Stadt Barmstedt in die Glasfasertechnik eingestiegen. Da sie sich allein für die 10000-Einwohner-Stadt im Kreis Pinneberg nicht rechnet, breiteten sich die Stadtwerke schnell ins Umland aus, zunächst im Kreis Pinneberg und dann über die Kreisgrenze hinweg ins Amt Bad Bramstedt-Land, wo bereits Heidmoor, Mönkloh, Föhrden-Barl und Hitzhusen am Netz hängen. Auch in Lentföhrden liegen die Kabel. Im letzten Jahr wurde der im Süden Bad Bramstedts gelegene Ortsteil Bissenmoor mit Glasfaserkabeln versorgt. „Wir haben dort rund 180 Häuser angeschlossen“, sagte Vertriebsleiter Nils Buttgereit.

 Als nächstes steht nun das derzeit weiter wachsende Neubaugebiet um den Warnemündering südlich der Bimöhler Straße auf der Agenda. Von dort werden Leitungen in das Gewerbegebiet Nord verlegt, wo ebenfalls zurzeit an der Erweiterung gearbeitet wird. Welche Straßenzüge danach in Angriff genommen werden, steht noch nicht fest.

 Stadtwerkeleiter Freyermuth betonte, sein Unternehmen verlege überall eigene Leitungen. „Das unterscheidet uns auch von der Deutschen Telekom oder Kabel Deutschland.“ Die böten zwar in einigen Straßen auch Glasfaser an, jedoch handele es sich dabei nur um die Leitungen zu den Häusern, also um die letzten Verästelungen. Sie seien am andere Ende noch mit den alten Kupferleitungen der Unternehmen mit allen ihren Nachteilen verbunden. So könnten sie nicht rund um die Uhr gleichbleibende Datengeschwindigkeiten garantieren. Mit kompletter Glasfasertechnik sei das aufgrund der erheblich größeren Kapazitätsreserven dagegen möglich.

 Die Barmstedter Kunden profitieren bereits seit Längerem von der Kombination aus Glasfaseranschluss mit Gas- und Stromanschlüssen. Wer alles über die Stadtwerke bezieht, bekommt deutlich höhere Internetgeschwindigkeiten. Gleiches ist nun auch in Kooperation mit den Stadtwerken Bad Bramstedt geplant. Das Datentempo kann sich für solche Kunden verdoppeln, beispielsweise von 25 auf 50 Mbit/s, obwohl sie nur für die langsamere Geschwindigkeit bezahlen. „Im Jahr kommt so ein Preisvorteil von 120 Euro zusammen“, erklärte Marc Fischer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Bramstedt. „Wir erhoffen uns dadurch auch eine Kundenrückgewinnung, denn wir schlagen uns mit vielen Energiediscountern herum, die mit Bonuszahlungen die Kunden weglocken.“ Von solchen Prämien und zeitlich begrenzten Vergünstigungen halte er nicht viel, so Fischer. Der Internet-Preisvorteil von jährlich 120 Euro für Energiekunden sei dagegen zeitlich unbegrenzt.

 Ab September wollen die Barmstedter im Haus der Stadtwerke Bad Bramstedt im Lohstücker Weg ein eigenes Büro eröffnen, um Kunden vor Ort beraten zu können. Es wird allerdings nicht täglich geöffnet sein.

 Gewerbekunden wollen die Xitylight-Vermarkter mit individuell gestalteten Verträgen Datentransportgeschwindigkeiten in nahezu beliebiger Höhe anbieten. Ende dieses Jahres sollen die Glasfaserleitungen im Gewerbegebiet Nord komplett verlegt sein. Freyermuth betonte, dass ISDN-Telefonanlagen weiter genutzt werden könnten. Häufig schreckten Firmen vor einem Anschluss an die Glasfaserkabel zurück. weil sie gerade eine neue Anlage gekauft hätten. Die Stadtwerke Barmstedt könnten die Signale aber entsprechend umwandeln.

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