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Senioren: Der Bleeck hat Mängel

Bad Bramstedt Senioren: Der Bleeck hat Mängel

Der Bleeck, Bad Bramstedts Marktplatz, stößt auch ein dreiviertel Jahr nach seinem Umbau nicht nur auf Gegenliebe. Der Seniorenbeirat kritisiert eine Reihe von Verkehrsregeln und Gestaltungen, wie unglücklich gelegte Bushaltestellen und Taxenstände sowie zu scharfe Bordsteine.

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Der Bus nach Wrist/Itzehoe hält vor der Bleeck-Apotheke. Die Haltestelle für die Gegenrichtung ist 130 Meter entfernt.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Die Hauptkritikpunkte legte Bernhard-Michael Domberg, der als Vertreter der katholischen Kirchengemeinde im Seniorenbeirat sitzt, der Stadt vor. Domberg kritisiert, dass die Bushaltestellen sich nicht gegenüber liegen, sondern um etwa 130 Meter versetzt. Der Bus in Richtung Bad Segeberg hält vor dem Roland, der Bus in Richtung Wrist/Itzhoe dagegen in Höhe der Bleeck-Apotheke. „Die Bushaltestellen sind dadurch nicht ohne weiteres gegenseitig einsehbar“, sagte er. Das sei unüblich und habe den Nachteil, dass ein ortsfremder Fahrgast, der in Bad Bramstedt aussteigt, nicht auf Anhieb weiß, wo er bei der Abfahrt wieder in den Bus einsteigen kann.

 Außerdem, so Domberg, sei versäumt worden, Stromanschlüsse an den Bushaltestellen zu verlegen. „Die Fahrgäste stehen nun im Dunkeln“, erklärt der Seniorensprecher, der früher in verantwortlicher Position im Öffentlichen Personenverkehr tätig war. Durch beleuchtete Werbung hätten sich die Haltestellen refinanzieren können. Auch beleuchtete Anzeigetafeln wären mit Stromanschlüssen möglich gewesen. Hinzu komme, dass die ausgehängten Fahrpläne viel zu klein und damit schlecht lesbar seien.

 Die Taxenstände sind mit dem Umbau von der Ost- auf die Westseite vor das Geschäft Kik verlegt worden. „Das ist ausgesprochen ungünstig, weil alle Ärzte, Therapeuten, Rathaus und Tourismusbüro auf der Ostseite sind“, argumentiert Domberg. Wer vom Arzt kommt, müsse nun die Straße überqueren, um zu einer Taxe zu gelangen. Er habe auch mit den Taxifahrern gesprochen, die ebenfalls unzufrieden mit der neuen Lösung seien.

 Das Thema „Reifenkiller“ hatten auch schon andere Bürger kritisiert. Die neu verlegten Granitbordsteine auf dem Bleeck sind zum Teil so scharfkantig, dass sich schon etliche Autofahrer daran einen Plattfuß geholt haben. „Ausgesprochen bürgerunfreundlich“, findet Domberg das.

 Doch im Verkehrsausschuss der Stadt stieß der Seniorensprecher auf wenig Verständnis. „Einmischung ist gut, aber sie hätte früher kommen sollen“, sagte Cornelia Schönau-Sawade (Grüne). Jan-Uwe Schadendorf (SPD) erinnerte daran, dass der Seniorenbeirat an den jahrelangen Beratungen zur Bleeck-Gestaltung im Planungsausschuss stets beteiligt war, aber die Beiratsvertreter hätten sich nie kritisch geäußert. „Nun möchte ich mit dem Ergebnis die nächsten Jahre leben.“ Schadendorf, aber auch Ausschussvorsitzender Volker Wrage (CDU) sicherten allerdings zu, sich für das Abflexen der scharfen Bordsteinkanten einzusetzen. „Und größere Fahrpläne sollten auch möglich sein“, sagte Wrage.

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