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Sieger im Kreativwettbewerb

Bad Bramstedt Sieger im Kreativwettbewerb

Viele Schüler bessern ihr Taschengeld mit Nebenjobs auf. Der Bad Bramstedter Alexander Voelz gewinnt sein Geld lieber. Gerade hat der Elftklässler 1500 Euro „verdient“, weil er den ersten Platz in einem bundesweiten Wettbewerb mit dem Thema „Bionik: Natur inspiriert die Wissenschaft“ belegt hat.

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Alexander Voelz mit seiner Siegergrafik. Schulleiter Dr. Holger Oertel ist stolz auf seinen Schüler.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Und das nicht zum ersten Mal. Der Bad Bramstedter Gymnasiast der Jürgen-Fuhlendorf-Schule hatte vor zwei Jahren bereits an einem Casio-Wettbewerb teilgenommen – und gewonnen. Damals ging es um den Zusammenhang zwischen Musik und Mathematik. Seine Mathelehrerin hatte Alexander auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. „Ich habe ein gutes Gefühl für Mathematik“, begründet der 16-Jährige bescheiden.

Im aktuellen Wettbewerb, für den Voelz die „Goldene Vektoria“ bekam, sollten sich die Schüler ein Beispiel aus der Bionik aussuchen und dieses anhand eines selbst gestalteten Bildes umsetzen. In der Bionik werden Phänomene aus der Natur in die Technik übertragen, zum Beispiel der Ultraschall der Fledermäuse oder der von Kletten inspirierte Klettverschluss. Alexander Voelz hat sich für ein Thema entschieden, das „etwas ganz anderes ist und außerdem sehr aktuell“, wie er erklärt: künstliche neuronale Netze, also die Künstliche Intelligenz. „Computerprogramme werden dem menschlichen Gehirn nachempfunden. Das Programm lernt dann wie ein Gehirn“, erklärt der Schüler: „Zum Beispiel bei der Gesichtserkennung. Da legt man dem Programm Bilder vor, es lernt durch Simulation von Neuronen und weiß dann zum Beispiel, wie Angela Merkel aussieht.“

Das Grundprinzip dieser künstlichen Intelligenz hat der Gymnasiast anhand einer Grafik veranschaulicht. Etwa vier Wochen hat er daran gearbeitet. Und das hat sich gelohnt. Von dem Preisgeld refinanziert Alexander Voelz eine Filmkamera mit Wechselobjektiv, die er sich vor Kurzem gekauft hat und die sehr teuer war. An der Schule ist er in zwei Filmprojekte involviert. „Alexander ist einer unserer besten Schüler“, sagt Schulleiter Dr. Holger Oertel stolz.

Nach dem Abitur möchte Alexander ein Studium im Bereich Elektrotechnik, Informatik beginnen. Doch der Gymnasiast sitzt nicht, wie man annehmen könnte, jeden Tag nur vor dem Computer. In seiner Freizeit macht er viel Musik. „Ich spiele Schlagzeug und Klavier und in der Big Band der Schule Bass“, erzählt er.

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