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Sportplatz schlecht in Form

Bad Bramstedt Sportplatz schlecht in Form

Die erste Leichtathletik-Anlage auf dem Schäferberg wurde bereits in den 1960er Jahren gebaut, die jetzt bestehende ist aber auch schon 30 Jahre alt. Nun weist sie eine Vielzahl von Schäden auf. Der Sportausschuss signalisierte, im nächsten Jahr Abhilfe zu schaffen.

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Andreas Bernecker zeigt auf das abgesenkte Absprungbrett - nicht ungefährlich für Weitspringer.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Eine Vielzahl von Schäden zeigte der Vorsitzende der Leichtathleten in der Bramstedter Turnerschaft (BT), Andreas Bernecker, am Montagabend dem städtischen Sportausschuss. Die 400-Meter-Aschenbahn ist rissig und mehrfach geflickt. „Sie ist mittlerweile auch gefährlich rutschig geworden“, erzählte Bernecker. Er vermutet, dass die gesamte Entwässerung des Platzes nicht mehr funktioniert, wodurch die rote Laufbahn unterspült wird. Ein Indiz dafür: Die Bahn ist an einigen Stellen deutlich weicher als an anderen.

 Andere Leichtathletik-Anlagen sind ebenfalls marode. An einer Sprunggrube ist das Absprungbrett schon einige Zentimeter in die Erde getreten worden, wodurch eine gefährliche Stolperkante entstanden ist. Die Wurfplatz für die Speerwerfer ist durch die Spikes unter den Sohlen der Athleten aufgerissen. Die Kanten des Rasenspielfeldes, an denen eine verdeckte Entwässerungsrinne entlang läuft, bröckeln immer weiter ab.

 „Die Schäden sind schon seit dem letzten Jahr bekannt“, erklärte der Leiter des städtischen Bauamtes Udo Reinbacher. Deshalb wurde in die Finanzplanung für das Jahr 2017 ein Betrag von 650000 Euro eingestellt. Allerdings ist das nur eine sehr grobe Schätzung. Der Bauausschuss hatte damit aber bekundet, die Sanierung im nächsten Jahr in Angriff nehmen zu wollen.

 Beschlossen ist damit jedoch noch nichts, auch nicht nach der Sportausschusssitzung am Montagabend. Das Gremium beauftragte das Bauamt, die Kosten für die einzelnen Sanierungsschritte mit Hilfe eines Ingenieurbüros zu ermitteln. Bis September muss das Ergebnis vorliegen, denn dann läuft die Antragsfrist beim Kreis Segeberg ab, um Mittel aus der Sportförderung im nächsten Jahr zu erhalten. Kreis und Land gewähren in der Regel Zuschüsse für Bau und Instandsetzung von Sportanlagen. So hatte Bad Bramstedt auch für den neuen Kunstrasenplatz am Schäferberg einen Zuschuss von 100000 Euro bekommen, rund ein Fünftel des Gesamtbetrages.

 Wie hoch die Förderung für die Leichtathletik-Anlagen ausfallen könnte, vermochte Reinbacher noch nicht zu sagen. Auch über Eigenleistungen der Bramstedter Turnerschaft müsste vielleicht noch mal gesprochen werden, meint er. Bei dem Bau des Kunstrasenplatzes hatten die BT-Fußballer bei den vorbereitenden Arbeiten mitgeholfen und der Stadt damit Ausgaben von gut 50000 Euro erspart.

 Ob im nächsten Jahr saniert wird, entscheiden die städtischen Gremien dann in den Haushaltsberatungen im Herbst. Bis dahin dürfte auch klar sein, ob die Arbeiten von Kreis und Land gefördert werden und die Stadt mit dem Kostenrahmen von 650000 Euro auskommt.

 Die Investition würde übrigens nicht nur den rund 180 Mitgliedern der BT-Leichtathletik-Abteilung zugute kommen. Auch die Schulen nutzen die Anlagen für Bundesjugendspiele und im Sportunterricht.

 Speerwurftrainer Andreas Bernecker zeigte angesichts der zu erwartenden hohen Kosten schon mal Entgegenkommen. „Einige Anlagen brauchen wir gar nicht mehr“, sagte er. Auf die Hindernisbahn könne genauso verzichtet werden wie auf eine Sprunggrube.

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