18 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Stiftung würde gern mehr helfen

Bad Bramstedt Stiftung würde gern mehr helfen

Elsa und Albert Dönneweg verfügten in ihrem Testament, dass ein Großteil ihres Vermögens in eine Stiftung fließt, die schwer sehbehinderte Menschen unterstützt. Mittlerweile kann die Stiftung ein Kapital von 1,4 Millionen Euro vorweisen. Vielen Bedürftigen in und um Bad Bramstedt wurde schon geholfen.

Voriger Artikel
Die Vier von der KiA
Nächster Artikel
Neue Sporthalle geplant

Helga und Klaus Peter Beinke sind Brunolf Schurillis sehr dankbar für die Finanzierung des Shopriders.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Klaus Peter Beinke hat eine lange Krankheitsgeschichte hinter sich. Er erlitt bereits einen Herzinfarkt, hat Stents im Bein und in der Halsschlagader, außerdem verlor der 69-Jährige sein Sehvermögen nahezu komplett. Schuld ist eine seltene Erbkrankheit. Vor 20 Jahren bekam der Bad Bramstedter die niederschmetternde Diagnose: Pseudoxanthoma elasticum, kurz PXE. Diese Krankheit verändert die Fasern des Bindegewebes, es zerfällt und wird brüchig.

 „Die Krankheit hat jetzt auch meine Beine in Mitleidenschaft gezogen“, sagt Klaus Peter Beinke. Lange Spaziergänge mit seiner Ehefrau Helga gehören längst der Vergangenheit an. Bei einem Ausflug nach Büsum sah Beinke einen sogenannten „Shoprider“, ein elektronisches Mobil, mit dem sich gehbehinderte Menschen fortbewegen können. „Leider konnten wir uns so ein Gerät nicht leisten“, erzählt Helga Beinke. Da fiel den beiden die Dönneweg-Stiftung ein, die dem 69-Jährigen schon einige Jahre zuvor geholfen hatte. Und auch dieses Mal konnte die Stiftung den kranken Mann schnell und unbürokratisch unterstützen. Seit Mai dieses Jahres fährt Beinke mit seinem Shoprider durch die Kurstadt. „Das ist toll, ich freue mich sehr, dass ich jetzt wieder beweglich bin“, sagt Beinke.

 Die Rechnung über 1975 Euro hat Brunolf Schurillis gerne übernommen. Der 70-Jährige ist seit 2010 Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Nachdem der Antrag bei uns eingegangen war, habe ich Herrn Beinke besucht und mir auch das Einkommen des Paars angesehen. Auf unserer Vorstandssitzung haben wir dann einstimmig beschlossen, den vollen Betrag zu übernehmen“, erklärt Schurillis. Das Ehepaar lebt von zwei Mini-Renten und einer Bezuschussung. „Ich hatte mich damals gerade selbstständig gemacht mit einer Betonsanierungsfirma, als ich krank wurde. Das musste ich dann aufgeben“, erzählt Beinke. Ziemlich schnell nach der Diagnose verlor Beinke seine Sehkraft. Noch etwa 10 Prozent sind ihm geblieben. „Ich kann Umrisse erkennen, mehr nicht.“

 Die Dönneweg-Stiftung ist genau für Fälle wie diesen da. Elsa Dönneweg war selbst schwer sehgeschädigt und ihr Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen. Deshalb wünschte sich das kinderlose Paar, Menschen mit ähnlichen Leiden das Leben zu erleichtern. Beide starben 1990.

 „In diesem Jahr haben wir 28000 Euro ausgeschüttet“, erklärt Brunolf Schurillis. Fünf Menschen bekommen schon seit Jahren einen monatlichen Betrag von der Stiftung ausgezahlt. „Dabei handelt es sich hauptsächlich um alte und pflegebedürftige Personen“, erläutert der Stiftungsvorsitzende. Auch das DRK Bad Bramstedt bekam in diesem Jahr eine Zuwendung über 5000 Euro. Für den Umbau des Pkw einer Schwerbehinderten zahlte die Stiftung weitere 2350 Euro. „Wir sind immer noch nicht bekannt genug und würden gerne noch mehr helfen“, sagt der Vorstandsvorsitzende: „35000 Euro könnten wir auf jeden Fall jedes Jahr ausschütten.“

Dönneweg-Stiftung

Kontakt: Maienbeeck 43, Telefon: 04321/6955493 oder 0173/9082110

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3