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Teurer Straßenausbau droht

Bad Bramstedt Teurer Straßenausbau droht

Im Herbst 2014 sorgten Pläne der Stadt für Aufregung, die Straße Bissenmoor auszubauen. Anwohner sollten horrende Beiträge für die Erschließung zahlen. Die Pläne gerieten ins Stocken, sollen in diesem Jahr aber weiterverfolgt werden.

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Der Feldweg Bissenmoor soll ausgebaut werden, wenn die Wiese zu Bauland wird. Die Kosten sollen auch die Anlieger des prallel verlaufenden Pommernweges bezahlen.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Seit gut elf Jahren gibt es bereits einen Bebauungsplan für eine Wiese nördlich des alten Wohngebietes im Ortsteil Bissenmoor. Acht Baugrundstücke sollen hier entstehen. Die Koppel hat zwei Eigentümer, die zeitweilig ihre Pläne auf Eis legten. Verzögerungen gab es auch, weil die Erschließung noch einmal umgeplant wurde. Im Herbst 2014 wurden die Anlieger des Pommernweges zu einer Bürgerinformation eingeladen. Was sie dort erfuhren, sorgte für heftige Proteste. Bis zu 15000 Euro sollten sie für den Ausbau der Straße Bissenmoor bezahlen. Ihre Grundstücke grenzen am anderen Ende an diese Straße, die zum großen Teil nur ein Sandweg ist. Begründung der Stadt: Die Grundstücke am Pommernweg könnten rückwärtig mit einem zweiten Haus bebaut werden, das dann von der Straße Bissenmoor aus zugänglich wäre.

 Fünfstellige Summen für einen Straßenausbau zu bezahlen, von dem vor allem die Eigentümer der Wiese profitieren, das war für die Anlieger natürlich inakzeptabel. Die meisten beteuerten, gar nicht vorzuhaben, ihre Gärten zu Bauland umzuwandeln. Und einige haben wegen der Enge auch gar nicht die Möglichkeit dazu, sollten aber trotzdem mitbezahlen.

 Mindestens eine Ausnahme gibt es mittlerweile allerdings doch. In einem Garten wird bereits ein Haus gebaut. Die Straße ist immer noch ein Sandweg. Ihr Ausbau war erneut ins Stocken geraten. „Wir konnten bisher nicht die erforderlichen Grundstücke erwerben“, begründete Bauamtsleiter Udo Reinbacher die Verzögerung. Unter anderem soll am Ende der Straße ein Wendehammer gebaut werden. Außerdem müsste die Fahrbahn verbreitert werden. Für beides müsste die Stadt Land kaufen, jedoch konnte sie mit den Eigentümern keine Einigung erzielen. „Die Verhandlungen gehen aber in Kürze weiter“, kündigte Reinbacher an.

 Der Sandweg ist mittlerweile in einem desolaten Zustand. Tiefe Kuhlen haben sich gebildet, in denen bei Regen das Wasser steht. Jürgen Friedrichs, Anwohner im Ortsteil Bissenmoor und Mitglied der Bad Bramstedter CDU-Fraktion, führt das auf den bereits begonnenen Hausbau zurück. Friedrichs, erklärter Gegner des Straßenausbaus auf Kosten der Alt-Anlieger, wundert sich, dass dafür überhaupt eine Baugenehmigung erteilt wurde. „Jetzt haben wir hier nur noch Matsch.“

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