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Verkauft nach langem Leerstand

Bad Bramstedt Verkauft nach langem Leerstand

Acht Jahre lang stand das Geschäftshaus von Kaufmann Jan Uwe Bornhöft am Kirchenbleeck leer. Damals war die Raiffeisenbank in ein eigenes Gebäude gezogen. Nun hat das 1000 Quadratmeter Gewerbefläche umfassende Haus einen neuen Eigentümer.

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Acht Jahre steht das Geschäftshaus am Kirchenbleeck bereits leer. Nun soll bald neues Leben einkehren.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. Hans-Hermann Tödter aus Hitzhusen, Inhaber eines Bauunternehmens und der Sielbaufirma „Tösi“. Er plant Wohnungen und Geschäftsräume in der Immobilie.

„Es werden dort auf jeden Fall drei Wohnungen in einer Größenordnung von 80 bis 120 Quadratmeter im oberen Bereich entstehen“, erklärte Tödter gestern der Segeberger Zeitung. Darüber hinaus hat er bereits Anfragen eines Apothekers und eines Steuerberatungsbüros, die Interesse an den unteren Gewerberäumen haben. „Ich muss aber erst noch prüfen, welches Angebot wirtschaftlich ist“, sagte der neue Eigentümer. Denn immerhin 1 Million Euro hat Tödter für Kauf und Umbau eingeplant.

Schon in der nächsten Woche sollen die Bauarbeiten beginnen. Dafür hat er eigens zwei Mitarbeiter eingestellt. Das Gebäude werde entkernt, sagte Tödter. Dann müsse ein Brandschutzgutachten erstellt werden, um die Verwendungsmöglichkeiten des Gebäudes zu klären.

„Mir ist es wichtig, ein solides Geschäftshaus zu haben“, sagt der Hitzhusener, der in Bad Bramstedt noch weitere Immobilien besitzt. Deshalb habe er für den gesamten Umbau bis zu zwölf Monate eingeplant.

Das Gebäude liegt in bester Lage mitten im Zentrum der Stadt. Bis 1956 war hier die Meierei. Jan Uwe Bornhöfts Vater Sophus kaufte das Gebäude 1957 und riss es ab. Zuvor hatte er sein Textilhaus, dessen Geschichte schon bis ins Jahr 1877 zurückgeht, ein Stück weiter nördlich. Doch das Gebäude war einer Straßenerweiterung im Weg. Der Kaufmann baute anstelle der Meierei ein modernes Textilgeschäft mit großen Schaufensterflächen, das ihn 500000 Mark kostete - in der Nachkriegszeit eine mutige Investition. 1969 übernahm sein Sohn Jan Uwe das Geschäft. Er schloss es 1988; die Konkurrenz der Warenhäuser in Hamburg und Neumünster und auch der Versandhandel machten in den 1980er Jahren den kleineren Textilgeschäften das Leben schwer.

Bornhöft verpachtete das Gebäude an die Raiffeisenbank Bad Bramstedt, die dort 19 Jahre lang ihren Firmensitz hatte. Vor acht Jahren baute die Raiffeisenbank ihr neues, repräsentatives Gebäude am Bleeck. Seitdem stand das Haus am Kirchenbleeck leer.

Die Suche nach neuen Nutzern gestaltete sich für Jan Uwe Bornhöft schwierig. „Über 100 Interessenten haben wir in den Jahren durch das Geschäftshaus geführt“, erinnerte er sich. Die Palette der Interessenten und Pläne habe von einer Eisdiele über Spielhallen, Polizeistation, Diakonie und Post bis hin zu einem Rheumatologen gereicht. Doch letztlich sei das Gebäude für die einen zu klein, für die anderen zu groß gewesen. Bornhöft zeigte sich erleichtert, dass der Verkauf nun endlich gelungen ist. Der Unterhalt hatte ihn eine Menge Geld gekostet, ohne Einnahmen durch das Haus zu haben.

In den vergangenen zwei Jahren hatte das Gebäude kurzzeitig noch einmal gute Dienste geleistet. Jan Uwe Bornhöft hatte die Räume den Organisatoren des Weihnachtsmarktes zur Verfügung gestellt, die dort zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk untergebracht hatten. Das geht nun nicht mehr. „Ich muss aus Sicherheitsgründen einen Bauzaun um das Haus errichten“, sagte der neue Eigentümer Tödter. Er hofft, dass es nach Abschluss der Arbeiten auch schnell vermietet sein wird.

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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