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Verstärkung im Klassenzimmer

Bad Bramstedt Verstärkung im Klassenzimmer

Auf der jüngsten Sitzung der Schulverbandsausschüsse stellte Schulverbandsvorsteher Hans-Jürgen Kütbach das Pilotprojekt der „Koordinationserziehung“ vor. Neben Schulsozialarbeitern, -begleitern und -assistenten könnten sich zusätzlich noch vier Teilzeit-Erzieher um die Belange der Kinder kümmern.

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Kooperationserzieher sollen Kindern den Übergang von der Kita zur Schule erleichtern.

Quelle: Jann Roolfs

Bad Bramstedt. Die Kooperationserzieher sollen auffälligen Kindern den Übergang von der Kita zur Schule erleichtern. Das Projekt entstand aus der bundesweiten Initiative „Anschwung – Für frühe Chancen“. „An dem Konzept wurde schon seit 2012 gearbeitet, es ist also älter als das der Schulassistenten“, betonte Kütbach. Seit anderthalb Jahren liege das Konzept nun schon fertig in der Schublade. Da es sich nur mit Fördermitteln realisieren lässt, konnte es erst jetzt herausgeholt werden. „Die neue Förderperiode der Aktiv Region Holsteiner Auenland hat gerade begonnen und wir könnten voraussichtlich mit einem Zuschuss von 100000 Euro rechnen für einen Zeitraum von drei Jahren“, erklärte Kütbach.

 Das Projekt „Koordinationserziehung“ soll mit vier Halbtagsstellen starten, die jeweils einer der vier Grundschulen im Schulverband zugeordnet werden, sowie den jeweiligen Kindertagesstätten, von denen es allerdings weit mehr als vier gibt. Personell sind die vier halben Stellen aber die Maximalvariante. Über die Dauer von drei Jahren kostet das Projekt 190000 Euro. 30000 Euro pro Jahr muss der Schulverband also aus eigener Tasche zahlen.

 Die Koordinationserzieher sollen die Kinder in ihrem letzten halben Jahr in der Kita und im ersten Halbjahr in der Grundschule begleiten. „Gerade dieser Übergang ist pädagogisch nicht zu unterschätzen“, sagt Kütbach.

 Heike Koplin, Leiterin der Kita in Hitzhusen, war Teil der Arbeitsgruppe und hat das Konzept mitentwickelt. „Wir beobachten immer häufiger Problematiken bei den Kindern, zum Beispiel im Sprachbereich oder im Sozialverhalten. Da ist eine Förderung durch einen Kooperationserzieher enorm wichtig. Der Bedarf ist groß“, sagte sie gegenüber der SZ.

 Im Schulverband wurde genau das von einigen Mitgliedern in Frage gestellt. „Ich habe Zweifel, dass das den gewünschten Effekt bringt. Es passiert schon viel in den Kitas und Grundschulen“, sagte Stadtverordneter Werner Weiß (CDU): „Außerdem haben die Schüler in den Eingangsklassen ja zwei Jahre Zeit.“ Holger Klose, Bürgermeister aus Hagen, gab zu bedenken, dass mittlerweile schon ziemlich viele pädagogische Kräfte in den Grundschulklassen sitzen: „Früher waren nur die Lehrer Ansprechpartner. Heute gibt es Schulsozialarbeiter, Schulassistenten, Schulbegleiter. Wohin sollen sich die Kinder denn orientieren?“

 Dass die vier Halbzeitkräfte nicht ausreichen, brachte Peter Boyens, Bürgermeister aus Weddelbrook, zur Sprache: „Wir haben fünf Grundschulorte und viel mehr Kitas, die müssten sich ja zerreißen.“ Dass das Projekt nach drei Jahren nicht mehr gefördert wird, sahen auch einige Schulverbandsvertreter als Problem. Kütbachs Idee, dass sich danach auch Kommunen und Kita-Träger an der Finanzierung beteiligen, kam nicht gut an. „Bei uns ist die Kirche Träger der Kita. Die zahlen nie 10000 Euro jährlich. Der Illusion gebe ich mich nicht hin“, so Boyens. Der Schulverband einigte sich darauf, zunächst noch einmal den Bedarf an den Kitas zu ermitteln.

 „Wenn wir mit dem Projekt im Februar 2017 beginnen wollen, müsste spätestens im Herbst eine Entscheidung getroffen werden, um rechtzeitig den Förderantrag stellen zu können“, sagte Kütbach der SZ.

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