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Vier Wühlmäuse sind Flüchtlinge

Bad Bramstedt Vier Wühlmäuse sind Flüchtlinge

Die Flüchtlingssituation spiegelt sich auch in der Arbeit des Kinderschutzbundes wider. Vier der zwanzig Kinder in der Bad Bramstedter Lebenshilfe-Kita Wühlmäuse sind Flüchtlingskinder. „Alle Kinder der Kita-Gruppe profitieren davon“, sagte die Vorsitzende Ulrike Fölsch.

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Der Vorstand des Kinderschutzbundes (von links): Regine Verges (Beisitzerin), Ingrid Schuldt (Kassenwartin), Sandra El Sibay (Beisitzerin), Werner Park (2. Vorsitzender), Ulrike Fölsch (1. Vorsitzende) und Rita Schilling (Schriftführerin).

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Von weiteren 60 Kindern werden die Förderangebote des Kinderschutzbundes in der offenen Ganztagsschule der Gemeinschaftsschule Auenland stundenweise genutzt. Die Kinderschutzbund-Kita ist bislang die einzige Kita in Bad Bramstedt, die Flüchtlingskinder aufgenommen hat, drei aus Afghanistan, eins aus Syrien.

 Die Angebote der offenen Ganztagsschule sowie der Hort werden in den Räumen der Auenland-Schule vom Kinderschutzbund betreut. Derzeit nutzen 15 Kinder den Hort, der von einer Erzieherin und einer pädagogischen Fachkraft von 13 bis 17 Uhr geleitet wird. Ein Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und freie Spielzeit stehen auf dem Programm. „Trotz der betreuten Grundschulen steigt bei uns der Bedarf an Nachmittagsbetreuung“, sagte Fölsch, die sich auf der Jahreshauptversammlung des Ortsvereins aber darüber freute, dass mittlerweile alle Schulstandorte eine eigene Mensa haben.

 Beim Mittagessen wird sich mittlerweile auch auf die Flüchtlingskinder eingestellt: In der offenen Ganztagsschule Auenland gibt es Angebote für Muslime und Vegetarier. Zwischen 80 und 200 Schüler nehmen dort täglich ihr Mittagessen ein. Die Betreuer bemühen sich, die Flüchtlingskinder mit flexiblen Angeboten sinnvoll zu beschäftigen.

 Vorsitzende Ulrike Fölsch lobte außerdem, dass die Schulsozialarbeit gut im Schulalltag verankert ist und von den Lehrkräften nicht nur akzeptiert, sondern auch genutzt wird. „Schulsozialarbeit ist Bildungsarbeit und eine eigene Profession, die dazu da ist, die Schüler in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen“, erklärte sie.

 Auf der Versammlung wurde beschlossen, dass künftig ein Steuerbüro in die Kassenprüfung des Vereins eingebunden werden soll. „Ehrenamtlich ist das kaum noch zu schaffen“, sagte Kassenprüfer Joachim Behm. Durch die vielen Geldbewegungen und die hohe Ausgabensumme von mehr als 800000 Euro jährlich sei professionelle Hilfe nötig. Der Verein finanziert sich durch seine 175 Mitglieder und Spenden.

 Bei den Vorstandswahlen wurden Ulrike Fölsch, Hans-Werner Park (2. Vorsitzender) und Barbara Schneider (Beisitzerin) in ihren Ämtern einstimmig bestätigt.

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Uwe Straehler-Pohl

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