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Warum sprudelt sie nicht?

Fontäne in Bad Bramstedt Warum sprudelt sie nicht?

Im Rathaus lief das Telefon heiß, weil die erst vor wenigen Wochen in Betrieb genommenen Wasserspiele nicht mehr sprudeln. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach kann Entwarnung geben: Die Fontäne ist nicht kaputt, befindet sich aber noch in der Erprobungsphase.

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Ein Keller voller Technik befindet sich unter dem Fontänenfeld. Techniker Tuan Tran wartete die Anlage.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. „Die Fontäne ist offenbar ein echter Aufreger, mehr als die Erhöhung der Kindergartenbeiträge“, hat der Bürgermeister festgestellt. Die Bad Bramstedter beobachten offenbar genau, was mit den Wasserspielen passiert. Anfangs waren sie ein Quell der Freude, spritzten munter in unterschiedlichen Höhen, die Kinder machten sich einen Spaß daraus, durch das Wasser zu laufen. Und dann: Tagelang nur noch ein dünner Strahl, nicht stärker als aus einem Wasserhahn. Seit Dienstagabend ist ganz Schluss, kein Tropfen mehr.

 Beim Bürgermeister klingelte prompt das Telefon, und das nicht nur einmal. Aber die Fontäne ist nicht kaputt. „Wir mussten sie schon am Dienstag abstellen, damit kein Wasser in den Leitungen ist“, erklärte Kütbach. Am Mittwoch kam Techniker Tuon Tran von der Firma Wassertechnik Rostock, um im Kellerraum unter dem Fontänenfeld die Technik zu warten. Robert Tiedemann von der LTS GmbH aus Gnoien in Mecklenburg-Vorpommern erledigte unterdessen einige Nacharbeiten an der Pflasterung. So mussten unter anderem noch Fugen mit Silikon abgedichtet werden. Morgen soll die Fontäne wieder in Betrieb gehen. Dass die Fontäne in den letzten Wochen so unterschiedliche Wasserstrahlen zeigte, sei Teil der Erprobungen gewesen, sagte Kütbach. „Wir haben noch Garantie und wollten nun alle Möglichkeiten einmal durchprüfen.“ Bei dem mickrigen Geplätscher der letzten Tage soll es nicht bleiben.

 Die rund 80000 Euro teure Fontäne war Mitte Juli in Betrieb genommen worden, womit dann auch die gesamte Bleeck-Umgestaltung abgeschlossen sein sollte. Ganz fertig ist sie aber immer noch nicht. Es fehlt noch eine Erinnerungstafel an einen KZ-Häftling, der 1945 auf dem sogenannten Todesmarsch durch Bad Bramstedt erschossen wurde. Außerdem soll eine zweite Tafel über die Bedeutung des historischen Pflasters aufklären, das einst zur Chaussee Altona – Kiel gehörte.

 Und was immer noch nicht funktioniert: Die Normalzeit-Uhr, die auch schon vor dem Umbau auf dem Marktplatz gestanden hatte. „Auch darauf werde ich immer wieder angesprochen“, erzählte Kütbach. Sie sollte eigentlich mit der Fontäne in Betrieb gehen. Dann stellte sich aber heraus, dass das Uhrwerk kaputt ist. „Wir hatten sie extra wie die Straßenlaternen lackieren lassen, und wollen sie nun nicht durch eine neue austauschen. Stattdessen suchen wir ein gebrauchtes Uhrwerk“, erklärte der Bürgermeister.

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