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A20-Pläne: Auf ein Neues

Bad Bramstedt - Wittenborn A20-Pläne: Auf ein Neues

Mit überarbeiteten Planungsunterlagen versucht das Land, den Weiterbau der Autobahn A20 voranzutreiben. Ab heute werden im Kreis Segeberg der Öffentlichkeit neue Entwürfe vorgelegt. Sie unterscheiden sich nur in einigen Naturschutz-Details von früheren Versionen.

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Sören Grella, Bauamtsleiter des Amtes Trave-Land in Bad Segeberg, breitet die neuen A20 Unterlagen aus. Sie können vier Wochen lang eingesehen werden.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Betroffen ist die geplante Trasse zwischen der A7 bei Bad Bramstedt und dem Gelenkpunkt westlich von Wittenborn. Die Autobahn soll an Todesfelde, Bark und Hartenholm vorbei über bisherige Äcker, Kiesabbaugebiete und Wiesen führen. Seit 2009 läuft schon das Planfeststellungsverfahren, also die Prozedur für die Baugenehmigung. Immer wieder hatte das Land, auch nach Protesten von Naturschützern, nachbessern müssen. Zu den letzten Änderungen waren erneut rund hundert Einwände eingegangen. Sie wurden im Mai vom Land mit den Absendern diskutiert.

 Daraufhin hat das Land seine Entwürfe nochmals geändert und nun das dritte Planänderungsverfahren eingeleitet. Die überarbeiteten Unterlagen liegen ab Mittwoch bis einschließlich 21. Oktober aus, unter anderem in den Amtsverwaltungen in Leezen, bei Trave-Land in Bad Segeberg, im Amt Kaltenkirchen-Land in Kaltenkirchen, in Kisdorf, im Amt Boostedt und im Rathaus in Bad Bramstedt. Jeder, dessen Belange durch die Planänderung berührt werden, kann sich bis einschließlich 18. November 2016 schriftlich bei den Ämtern melden.

 Vor allem im Natur- und Tierschutz haben die Landesplaner nachgebessert. So sollen die Bauzeiten so angepasst werden, dass Brutvögel und Reptilien geschützt werden. Rücksicht genommen wird unter anderem auf Haselmaus, Uhu und Fledermäuse.

 Arne Hansen, Bürgermeister von Klein Gladebrügge und Kritiker der A20-Planung, glaubt nicht an den Durchbruch: „Auch die 3. Planänderung würde einer rechtlichen Überprüfung nicht standhalten.“ Außerdem sei doch völlig unklar, ob Wittenborn der Endpunkt des Abschnitts sei. Denn das vorherige Teilstück Wittenborn-Weede (Südumgehung Bad Segeberg) sei noch nicht genehmigt.

 An dieser Trasse werkelt das Land noch, weil das Bundesverwaltungsgericht 2013 zur Auflage gemacht hatte, auch südlichere Trassen als die nahe Südumgehung zu prüfen und den Fledermausschutz zu verbessern. Nach bisheriger Meinung des Landes soll die alte Trasse aber auch die neue sein. Außerdem sei der geforderte Fledermausschutz leistbar. Vorgelegt hat das Land den neuen Entwurf für Wittenborn-Weede aber noch nicht.

 Während der Anhörung für den weiteren Abschnitt Wittenborn-A7 im Mai hatten die Landesplaner schon durchblicken lassen, dass es für sie durchaus Sinn mache, den zweiten Abschnitt vor dem ersten zu bauen. Er sei auch allein für sich verkehrstechnisch sinnvoll. So würden die Dörfer an der B206 entlastet. Und der Gelenkpunkt Wittenborn könne notfalls zurückgebaut werden, falls die Bad Segeberger Südumgehung doch nicht in Wittenborn enden sollte.

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Gerrit Sponholz
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