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Stadt ist frackingfreie Zone

Bad Bramstedt Stadt ist frackingfreie Zone

Bad Bramstedt ist jetzt - offiziell - eine „frackingfreie Gemeinde“. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss das auf Antrag von Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Das ist zurzeit auch leicht möglich, weil kein Energiekonzern Interesse bekundet, auf städtischem Gebiet die umstrittene Gas- oder Erdöl-Fördermethode einzusetzen.

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Bad Bramstedt hat sich zur „frackingfreien Zone“ ernannt.

Quelle: REUTERS

Bad Bramstedt. Das kanadische Unternehmen PRD Energy hatte bis vor einigen Wochen noch Pläne, im „Erlaubnisfeld Bramstedt“, nach Erdöl zu suchen und gegebenenfalls zu fördern, allerdings, wie PRD immer wieder versicherte, ohne Fracking, sondern mit herkömmlichen Fördermethoden. Mit sinkendem Ölpreis sank auch das Interesse der Kanadier. Sie gaben ihre Untersuchungserlaubnis zurück.

 Aber Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach befürchtet, dass andere Unternehmen auf die Idee kommen könnten, „sich die Claims zu sichern“. In den Tiefen unter der Stadt gebe es große Solevorkommen, was auch ein Hinweis auf Erdöl sein könne. „Entwarnung kann ich deshalb nicht geben.“ Von der CDU bis zu den Grünen unterstützen alle Fraktionen das Anliegen. Bad Bramstedt ist nun eine von rund 2200 deutschen Gemeinden, die sich einer gemeinsamen Initiative verschiedener Naturschutzverbände angeschlossen und sich für frackingfrei erklärt haben.

 Grünen-Stadtverordneter Fritz Bredfeldt fragte in die Runde, was das denn nun bedeute, ob nun an den Ortsschildern ein entsprechender Zusatz angebracht werde. So hatte es die Friedensbewegung früher gerne praktiziert, die Schilder wurden allerdings schnell wieder beseitigt. So weit wollte Kütbach dann doch nicht gehen. Möglich sei wohl eher ein entsprechender Zusatz an den Begrüßungsschildern, die an den Ortseingängen stehen.

 Rechtlich ist der Beschluss der Stadtverordneten eher unbedeutend. Nicht die Stadt, sondern das Bergbauamt in Clausthal-Zellerfeld entscheidet, wer auf Bramstedter Gebiet nach dem schwarzen Gold suchen darf.

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