19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Auenland: Seit 10 Jahren Geld von der EU

Bad Bramstedt Auenland: Seit 10 Jahren Geld von der EU

Das „Holsteiner Auenland“, das es eigentlich gar nicht gibt, wird in diesen Tagen zehn Jahre alt. Die sogenannte Aktivregion lenkte seit ihrer Gründung etliche Millionen Euro EU-Gelder ins südliche Schleswig-Holstein. Doch die Bürokratie macht es den Verantwortlichen zunehmend schwer.

Voriger Artikel
Bad Bramstedt regelt Verkehr bald selbst
Nächster Artikel
Heimtückischer Mord mit Küchenmesser?

Auenland-Vorsitzender Hans-Jürgen Kütbach und Regionalmanagerin Katharina Glockner haben das Maskottchen "Rolli" hervorgeholt, mit dem die Aktivregion schon 2007 auf der Grünen Woche in Berlin warb.

Quelle: Einar Behn

Bad Bramstedt. An der Gründung war 2007 maßgeblich Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach beteiligt, der auch heute noch dem Verein Holsteiner Auenland vorsitzt.

Grundidee der Aktivregionen, von denen es mittlerweile 22 in Schleswig-Holstein gibt, war es, die Verteilung von Fördergeldern der Europäischen Union den Kommunen zu überlassen und nicht, wie sonst, Bundes- oder Landesregierung.

Förderung von Kanu-Anlegestellen bis zum Schachbrett

Die erste Förderperiode dauerte sechs Jahre und hat auch in Bad Bramstedt und Umgebung einige sichtbare Spuren hinterlassen. Die Fitnessgeräte auf der Osterauinsel wurden mit Geld aus Brüssel aufgestellt, ebenso Kanu-Anlegestellen und der Treppenlift im Bramstedter Schloss geschaffen. Die erste Förderperiode hatte ihren Schwerpunkt auf der Tourismusförderung. In der zweiten Periode, die 2014 begann, liegt der Schwerpunkt deutlich stärker auf dem Sozialleben in den Kommunen. „Wir fördern beispielsweise Spielplätze, Skaterbahnen und in Alveslohe auch ein großes Schachbrett“, berichtet Katharina Glockner, Regionalmanagerin der Aktivregion. Bad Bramstedt bekam mit Hilfe des Auenlandes die Fontäne auf dem Bleeck, auch die Förderung von zwei „Kooperationserziehern“ ist schon bewilligt. Sie sollen ab 2018 Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule erleichtern. Die Grundschule Hitzhusen wird zudem einen Niedrig-Seilgarten bekommen.

Der Gedanke, dass die Aktivregionen selbst über die Verteilung der Gelder entscheiden, wird nach Angaben von Glockner und Kütbach zunehmend aufgeweicht. „Wir werden immer mehr kontrolliert, ob wir uns an Richtlinien bei der Vergabe gehalten haben“, beklagt die Regionalmanagerin, die beim Beratungsbüro „Region Nord“ in Itzehoe angestellt ist und im Auftrag des Auenlandes die Anträge bearbeitet.  „Für kleinere Projekte lohnt der ganze Aufwand häufig nicht mehr“, so Glockner.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Events: Segeberg

Veranstaltungen in
Segeberg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3