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Wohnraum für Flüchtlinge fehlt

Bad Bramstedt Wohnraum für Flüchtlinge fehlt

Die Rolandstadt wird voraussichtlich zwei zentrale Asylbewerberunterkünfte bekommen. Ein Privatinvestor will in der Kieler Straße ein Gebäude mit 14 Wohneinheiten bauen. Die Stadt plant zusätzlich einen Neubau auf dem Gelände der Bundespolizei.

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Überall in Deutschland zurzeit das gleiche Bild: Wie hier in Heidelberg kommen auch in Bad Bramstedt wöchentlich neue Flüchtlinge an, denen das Sozialamt dann Wohnraum zuweisen muss.

Quelle: Uwe Anspach, dpa

Bad Bramstedt. Zurzeit leben 77 Flüchtlinge in Bad Bramstedt. In diesem Jahr hat der Kreis Segeberg für die 14000-Einwohner-Stadt ein Aufnahmequote von 91 Asylbewerbern festgelegt. 28 davon sind schon aufgenommen worden. Sozialamtsleiter Jörg Kamensky sagte: „Bisher ist es uns gelungen, für alle eine Wohnung zu finden.“ Zum 1. Mai könnten noch zwei weitere Wohnungen gemietet werden.

 Die Kalkulation, wie viel Wohnraum benötigt wird, sei äußerst schwierig, erklärte Kamensky. Immer dienstags kommen neue Flüchtlinge aus Bad Segeberg. Die Kreisverwaltung schickt sie mit einem Taxi nach Bad Bramstedt, wo sie sich dann im Sozialamt melden. Wie viele kommen, wird der Stadt immer erst kurzfristig mitgeteilt. Der Bedarf an Wohnraum ist aber auch schwierig vorauszusagen, weil „wir ja nie wissen, wie viele Wohnungen durch Abschiebungen wieder frei werden“, wie der Sozialamtsleiter erklärt. Etwa die Hälfte der Asylbewerber kommt vom Balkan. Ihre Anträge werden in der Regel abgelehnt. Ins Kosovo wurde jedoch den Winter über aus humanitären Gründen nicht abgeschoben. Jetzt allerdings dürfte mit den Abschiebungen begonnen werden.

 Dennoch hat Kamensky einen Privatinvestor gefunden, der zum 1. August in Fertigbauweise eine Asylbewerberunterkunft auf einem Gewerbegelände in der Kieler Straße am nördlichen Ortsausgang errichten will. Den genauen Standort wollte der Sozialamtsleiter wegen negativer Erfahrungen mit der Nachbarschaft in anderen Orten noch nicht nennen. 14 Wohneinheiten sollen hier entstehen, 34 Flüchtlinge könnten einquartiert werden.

 Bei einer Aufnahmequote von 91 Flüchtlingen reicht das aber nicht. Die Stadt verhandelt schon seit einigen Wochen mit der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BIMA) über den Kauf eines Grundstücks auf dem Bundespolizeigelände. „Die Verhandlungen sind gut verlaufen“, sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. In der nächsten Sozialausschusssitzung soll über den Erwerb entschieden werden. Verhandelt wurde über einen Teil des alten Exerzierplatzes an der Ecke Düsternhoop/Tegelbarg, unmittelbar angrenzend an das Gewerbegebiet Nord. Geplant ist, wenn nötig, noch in diesem Jahr mit einem Fertigbau zu beginnen.

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