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Tafel: Spenden gehen zurück

Bad Bramstedt Tafel: Spenden gehen zurück

Die Bedürftigen werden mehr, die Spendenbereitschaft geht zurück. Das stellte die Vorsitzende der Bramstedter Tafel, Sabine Baumbach, während der Aktion „Eins mehr“ fest. Die Hilfsorganisation sucht zudem dringend ehrenamtliche Helfer, vor allem jüngere Menschen.

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Wolfgang Friedrischen (links) unterstützte zum wiederholten Mal die Aktion „Eins Mehr“ mit einer Spende, während der erste stellvertretende Bürgermeister Burkhard Müller Kunden ansprach, um sie für die Belange der Tafel zu gewinnen. Über die Hilfe freuten sich die Vorsitzende der Tafel, Sabine Baumbach (2. von links) und die Helferin Bärbel Schneider.

Quelle: Uwe Straehler-Pohl

Bad Bramstedt. Zwei Mal im Jahr ruft die Tafel an einem Stand im Foyer des Famila-Warenhauses dazu auf, beim Einkaufen ein Teil mehr mitzunehmen und es der Hilfsorganisation zu überlassen. „In der Vergangenheit hatten wir schon einmal 79 Kisten an zwei Tagen zusammenbekommen, im Frühjahr waren es noch 65 Kisten, jetzt nur noch 53“, bedauerte die Vorsitzende. Dabei geht manchmal nur um geringe Beträge. „Wir nehmen auch gerne Konserven, die lange haltbar sind“, sagt Baumbach. „Wir freuen uns aber auch für unsere Kunden, wenn Kaffee gestiftet wird oder in der Weihnachtszeit Süßigkeiten, gerade auch für die Kinder.“ Keinesfalls angenommen werden Alkohol und Tiefkühlkost, die zu schnell auftauen würde.

 Inzwischen seien es 280 Familien, die in Bad Bramstedt und an der Ausgabestelle in Großenaspe versorgt würden, erklärt Baumbach, „wir rechnen pro Familie mit zweieinhalb Personen.“ Somit bekämen rund 700 Menschen von der Tafel regelmäßig kostenlos Lebensmittel und andere Haushaltsartikel.

 Unermüdlich fahren die Helfer ihre regelmäßigen Spender an. In Bad Bramstedt sind es Aldi, Lidl, Sky, Edeka und Famila. Außerdem wird die Tafel auch noch vom Kartoffelhof Hartmann-Paulsen aus Hasenkrug unterstützt.

 An der Ausgabestelle in der Bad Bramstedter Kantstraße macht sich mittlerweile auch der Zuzug von Flüchtlingen bemerkbar. Ein Teil davon wohnt nur wenige Hundert Meter entfernt an der Kieler Straße in der Zentralunterkunft der Stadt. In Großenaspe ist nach Baumbachs Worten dagegen keine messbare Steigerung der Kundenzahl feststellbar, obwohl in dem 2700-Einwohner-Dorf immerhin 60 Asylbewerber in Wohnungen untergebracht sind.

 Um weiterhin ihre Arbeit in gewohnter Form fortsetzen zu können, wünscht sich die seit zwölf Jahren bestehende Tafel noch mehr Spender und vor allem auch Mitglieder, um ihre Kosten decken zu können. „Wir müssen Miete für die Ausgabestelle und Nebenkosten dafür aufbringen. Und auch das Kühlfahrzeug, mit dem die Helfer die Lebensmittel einsammeln, verursacht Kosten, die der Verein aufbringen muss“, sagte die Vorsitzende.

 Willkommen sind auch weitere Helfer. Zurzeit arbeiten 50 Ehrenamtler bei der Tafel. Der Altersdurchschnitt sei recht hoch, erklärt die Vorsitzende. Junge Leute, die als Fahrer auch mal kräftig anpacken können, würden dringend gebraucht. Aber auch bei der Ausgabe, immer dienstags ab 14.30 Uhr in Bad Bramstedt und donnerstags ab 14.30 Uhr in Großenaspe, werden noch helfende Hände benötigt.

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Ein Artikel von
Uwe Straehler-Pohl

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