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Neuer Rekord in Reichweite

Karl-May-Spiele in Bad Segeberg Neuer Rekord in Reichweite

Das ist doch mal ein richtig lohnendes Geschäft: 65,50 Euro hat Familie Weber für ihre drei Karl-May-Tickets in der Kategorie Sperrsitz ausgegeben – und im Gegenzug 3000 Euro geschenkt bekommen. Mutter Maike war nämlich die 300000. Besucherin der aktuellen Inszenierung „Der Schatz im Silbersee“.

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Maike Weber aus Kaköhl (Mitte) war der 300000. Besucher dieser Saison, hier zusammen mit Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld GmbH.und Karl-May-Geschäftsführerin Ute Thienel.

Quelle: hfr

Bad Segeberg. Im Vorjahr waren die Webers, die aus dem Dorf Kaköhl im Kreis Plön kommen, erstmals am Kalkberg gewesen – und nun wollten sie sich am Sonnabend die 15-Uhr-Vorstellung anschauen. Hinten in Block B hatten sie es sich gemütlich gemacht, als Geschäftsführerin Ute Thienel die Bühne betrat und den Zuschauern mitteilte, dass im Theater der 300000. Besucher von „Der Schatz im Silbersee“ sitzt. Amüsiert-enttäuschtes Aufstöhnen, als die Karl-May-Chefin mitteilte, welche Tribünen-Blöcke schon mal aus dem Rennen sind. Am Ende wurde es dann Block B, Reihe 26, Platz 560 – und das war das Ticket von Maike Weber.

So fand sich die 33-Jährige wenige Augenblicke später vor über 6700 Zuschauern wieder und machte die Bekanntschaft von Dieter Schönfeld. Der Bürgermeister ist zugleich der Aufsichtsratsvorsitzende der Kalkberg GmbH. Er hatte, obwohl ansonsten für Sparsamkeit bekannt, einen Geldsack mit großem Dollar-Zeichen dabei.

„Traditionell wird bei uns der 300000. Besucher mit jeweils einem Cent an jeder bisherigen Karte beteiligt“, schilderte Schönfeld. Somit konnte sich Maike Weber zusammen mit Ehemann Björn und dem neunjährigen Sohn Fabian über eine Geldspritze von 3000 Euro freuen. Im Geldsack war aber nur eine kleine Anzahlung. Den Gesamtbetrag hätte auf der Bühne niemand heben können. 300000 Euro-Cent-Stücke wiegen zusammen etwa 690 Kilogramm.

Dieter Schönfeld dankte den Zuschauern stellvertretend für alle, die seit Ende Juni zu den Karl-May-Spielen gekommen sind. „Ohne die anderen 299999, die vorher da waren, hätten Sie diesen Preis nicht bekommen können“, sagte er zu Maike Weber.

Geschäftsführerin Ute Thienel freut sich sehr, dass die Saison 2016 so eine gute Entwicklung nimmt. „Obwohl das Wetter in diesem Sommer längst nicht immer auf unserer Seite war, sind uns die Zuschauer treu geblieben und haben die Vorstellungen begeistert gefeiert“, sagte sie. „Unser Publikum hat sich auch bei Regen nicht von einem Besuch abhalten lassen. Darüber freuen wir uns sehr. Das Team vor und hinter den Kulissen sagt dafür ein großes Dankeschön!“ Die Premiere war wegen Starkregens zur Pause abgebrochen worden – ein Novum in der Geschichte der Karl-May-Spiele. Die 300000. Karte wurde diesmal in der 63. Vorstellung verkauft. 2015 war es die 64. gewesen.

Noch bis Sonntag, 4. September, wird das Abenteuer mit Jan Sosniok („Winnetou“), Till Demtrøder („Old Shatterhand“), Susan Sideropoulos („Ellen Patterson“), Oliver Stritzel („Cornel Brinkley“) und Peter Nottmeier („Lord Castlepool“) gezeigt – von Donnerstag bis Sonnabend ab 15 und 20 Uhr, am Sonntag ab 15 Uhr.

In den vergangenen drei Jahren haben die Karl-May-Spiele neue Rekorde aufgestellt. Das ist auch in diesem Jahr möglich – die Bestmarke ist zumindest in Reichweite. Um das zu schaffen, müssen insgesamt mehr als 346677 Zuschauer kommen. Noch haben die Blutsbrüder und ihre Mitstreiter sieben Vorstellungen Zeit, diese Bestmarke zu überspringen.

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