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800 Meter langes Nadelöhr

Bad Segeberg 800 Meter langes Nadelöhr

Wer mit dem Auto aus der Marienstraße oder der Bismarckallee in Bad Segeberg kommt, muss gut aufpassen: Er biegt in eine einspurig befahrbare 800-Meter-Baustelle ein und kann nicht erkennen, welche Seite auf der mobilen Ampel gerade „grün“ hat. Noch gut zwei Wochen wird es dieses Nadelöhr geben.

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Die Erneuerung der Eutiner Straße ist eine logistisch schwierige Sache. Der Verkehr läuft unmittelbar an der Baustelle vorbei.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Kurhausstraße meiden und beispielsweise auf die Ziegelstraße ausweichen.

 Zu gravierenden Zwischenfällen ist es bisher nicht gekommen. „Die meisten Autofahrer passen gut auf“, erzählt Schachtmeister Leo Schmedemann vom Asphalt Mischwerk Eutin, das von der Stadt Bad Segeberg mit der Sanierung beauftragt worden ist. „Einige achten aber nicht drauf – und dann gibt es Chaos.“ Im ungünstigsten Fall stehen sich die Fahrzeuge dann mitten in der Baustelle gegenüber und können weder vor noch zurück.

 Hintergrund der Arbeiten ist eine umfangreiche Sanierung der maroden Fahrbahn-Oberfläche. „Die Decke wird vier Zentimeter runtergefräst“, schildert Bauamtsleiterin Antje Langethal. Doch auch die unter dem Asphalt liegende Tragschicht habe stellenweise massive Löcher und Absackungen. Deren Umfang werden aber erst nach dem Abtragen der Oberfläche deutlich.

 Die Kosten für die Sanierung liegen laut Antje Langethal bei rund 280000 Euro (davon etwa 20000 Euro für Planungsleistungen der Ingenieure). „Wir liegen sehr gut im Preis.“ Im Haushalt sei vorsichtshalber eine etwas höhere Summe eingeplant worden, die aufgrund der günstigen Gebote bei der Ausschreibung aber gar nicht gebraucht werde.

 Vor allem logistisch sei die Baustelle eine Herausforderung, erklärt die Amtsleiterin. Das Offenhalten einer Fahrspur auf engem Raum sei für die Arbeiter mit etlichen Schwierigkeiten verbunden. In einem ersten Schritt wurde die Fahrbahn zwischen Bismarckallee und Marienstraße abgefräst – in den kommenden Tagen folgt der Abschnitt von der Marienstraße bis zum Ortsausgang. Dann soll die abgefräste Fahrbahn des ersten Abschnitts aber wieder beidseitig befahrbar sein.

 Doch die Autofahrer müssen schon jetzt Umwege in Kauf nehmen. Die Querstraßen, die normalerweise Eutiner und Ziegelstraße verbinden, sind momentan nur von der Ziegelstraße aus erreichbar. An der Einmündung zur Eutiner Straße versperren Baken den Weg.

 Besonders heftig wird es am Sonnabend, 18. Juni, und Sonntag, 19. Juni: Dann wird nach Worten von Antje Langethal die gesamte Strecke asphaltiert. „Wenn man das aufteilt, hat man immer so eine Naht in der Mitte.“ Das bedeutet allerdings, dass die Anwohner von Bismarckallee und Marienstraße ihre Grundstücke an diesen Tagen nicht mit dem Auto erreichen können – und auch sämtliche Geschäfte auf der Ostseite der Eutiner Straße vom Kundenstrom komplett abgeschnitten sind. Betroffen sind unter anderem die Firmen Megaland, Aldi, Penny, Electro Schweim und die Mäx-Farbenzentrale.

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