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Älteste und jüngste Kapelle

Bad Segeberg Älteste und jüngste Kapelle

Auf Flöten, Trommeln und anderen Instrumenten spielen 15 Jungen und Mädchen begeistert Schleswig-Holstein-Lied und andere Stücke. Seit vor 137 Jahren der Kindervogelschießen-Verein gegründet wurde, werden die Umzüge, mit Unterbrechungen, von der Kleinen Kapelle begleitet.

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Die Kleinkapelle der Kindervogelschießer hat viel Spaß miteinander und freut sich auf weitere Kinder, die Freude an der Musik haben.

Quelle: Detlef Dreessen

Bad Segeberg. Normalerweise hört man in der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte (ÜAS) der Kreishandwerkschaft Motorsägen und Hammerschläge. Doch immer am Dienstag ab 17 Uhr erklingen pfiffige Melodien und Trommelwirbel: Dann trainiert eines der zugleich ältesten und jüngsten Orchester der Stadt: die „Kleine Kapelle“.

 Hauptsache sei der Spaß, betont Peter Naethbohm (52). Er leitet mit seiner Partnerin Karen Saggau (43) die Truppe.

 „Trommeln, Flöten, Tambourine – jeder findet hier eine Aufgabe“, verspricht Naethbohm. Keiner werde wieder nach Hause geschickt. Wenn die Finger nicht auf die Flötenlöcher wollen, und der Rhythmus gefühlt noch nicht ausgewachsen ist, dann eben als Sammelkind, das nebenher läuft und sich Spenden geben lässt. Auch David Koplien (14) fing mit vier Jahren so an. Inzwischen spielt er die große Trommel. Instrumente sind noch reichlich vorhanden. Schließlich hatte die Kapelle schon mal 30 Mitglieder. Neue Kinder sind also immer willkommen, auch aus den Nachbardörfern.

 Das Mitmachen ist kostenlos. Auch ansonsten herrscht Lockerheit. „Wenn man mal fehlt, ist das auch nicht schlimm“, sagt Peter Naethbohm. „Es ist ja auch kein strenger Musikunterricht.“ Wenn die Spannung nachlässt, wird Pause gemacht; wenn es den ersten wieder an sein Instrument zieht, stimmen alle fröhlich mit ein.

 Geprobt wird an jedem Dienstag von 17 bis 18.30 Uhr. Aber nur in der Zeit von Anfang März bis zum Vogelschießen, in diesem Jahr am 2. Juli. Dann begleitet die Kapelle den Umzug mit ihrer Musik. Ein paar Tage zuvor besucht sie Altenheime und Schulen und zieht durch die Innenstadt. Dabei wird Geld gesammelt, von dem der Verein Preise kauft.

 Auch wenn die Kinder klasse spielen und der Klang eine wahre Freude ist – buchen kann man die Kleinkapelle nicht. „Wir wollen nicht immer auf Tour sein“, sagt Peter Naethbohm. Wer das Vergnügen erleben will, sollte sich also am 2. Juli beim Vogelschießen-Umzug an die Straße stellen.

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