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Durcheinander im Schilderwald

Bad Segeberg Durcheinander im Schilderwald

Seit die Stadt die großen Hinweisschilder an der Kreuzung Hamburger Straße / Ziegelstraße hat erneuern lassen, gibt es dort Probleme. Aktuell bereitet vor allem der Richtungsweiser „Fehmarn/Scharbeutz – B432“ Sorgen. Er zeigt ziemlich genau in die Gegenrichtung.

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Die Kreuzung bei Möbel Kraft ist einer der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt, gerade auch für den Fern- und Schwerlastverkehr. Eine korrekte Beschilderung ist auch in Zeiten von Navigationsgeräten besonders wichtig.

Quelle: Thorsten Beck

Bad Segeberg. Weil sich an dieser Stelle unter anderem zwei Bundesstraßen treffen – eben die B432 sowie der Zubringer zur B206 – und es sich um einen der wichtigsten Knotenpunkte der Kalkbergstadt handelt, ist eine korrekte Lenkung des Fern- und Schwerlastverkehrs von besonderen Bedeutung. Zuletzt hatte das von der Stadt beauftragte Unternehmen aus Heidmoor im April vorigen Jahres nachbessern müssen. Nur wenige Wochen nach Ende der Installationsarbeiten herrschte bereits Durcheinander im Schilderwald.

 Ingenieur Robin-Arne Otten, bei der Stadt Bad Segeberg unter anderem auch für dieses Projekt zuständig, reagierte fassungslos, als er von der Segeberger Zeitung von den neuerlichen Kalamitäten hörte: „Schon wieder? Das ist doch verrückt!“ Dabei habe die Firma ihm seinerzeit zugesichert, dass eine dauerhafte Lösung gefunden sei. „Offenbar ist es aber doch noch nicht die endgültige“, so Otten. Er werde sich zügig darum kümmern.

 Doch woran liegt es, dass die Tafeln nicht sitzen? Beim ersten Mal war man sich einig, dass es wohl der Wind gewesen sein muss, der die Schilder am Mast verdrehte. „Zwei Spannschellen haben nicht ausgereicht“, erklärte Otten gestern. An Scherzbolde oder Vandalen glaubte er schon damals nicht, und tut das heute auch nicht. „Da müsste jemand mit speziellem Werkzeug erst einmal sehr hoch klettern und dann noch erhebliche Kraft aufwenden“, meinte er gestern. Und außerdem würde diese Nummer an einem der meist frequentierten Straßenabschnitte von ganz Bad Segeberg stattfinden.

 Jan Berliß von der verantwortlichen Firma NVLT Norddeutsche Verkehrstechnik hält technische Unzulänglichkeiten mittlerweile hingegen für nahezu ausgeschlossen: „Die Schellen sitzen da jetzt bombenfest.“ Die Probleme hätten damals darin bestanden, dass es sich dort um einen bereits lackierten Mast handelt, erläuterte er der Segeberger Zeitung. Normalerweise würde dafür eine besondere Zinkoberfläche verwendet: „Die ist rau, das hält weitaus besser.“ Er halte eine mutwillige Tat von Unbekannten durchaus nicht für unwahrscheinlich: „Sie glauben ja gar nicht, an welchen Stellen überall Sachbeschädigungen vorkommen.“

 Dabei hatte die Beseitigung des für die Kreis- und Kurstadt wenig werbewirksamen Schandflecks im Februar 2015 zuvor lange auf sich warten lassen. Die Verwaltung wollte die alten Wegweiser nicht austauschen, weil erst einmal der Weiterbau der A20 im Raum Segeberg abgewartet werden sollte. Dann greife sowieso ein neues „Gesamtbeschilderungskonzept“, hieß es. Nachdem klar geworden war, dass die Autobahn wohl noch mehrere Jahre auf sich warten lassen wird, entschied man sich im Rathaus zu handeln.

 Waren die alten Schilder (zumindest meistens) von innen beleuchtet, benötigten die neuen das nicht mehr. Sie reflektieren durch ihre Beschichtung derart stark, dass die Autoscheinwerfer ausreichen, um die Richtungsangaben lesen zu können. Rund 8500 Euro hat die Stadt in die Erneuerung investiert.

 Zumindest sind die Wegweiser seither deutlich einfacher geworden. Der Verweis auf die B206 und die sich anschließenden Straßen wird nicht mehr mit vielen einzelnen Ortsangaben wie Flensburg, Neumünster, Kiel, Bornhöved, Itzehoe, Bad Bramstedt und Hamburg ergänzt. Es stehen dort nun nur noch ein blauer A21-Wegweiser nach Kiel und Neumünster sowie ein gelber Pfeil in Richtung Itzehoe und Bad Bramstedt.

 Einen Makel, abgesehen von der unerwünschten Bewegung der Tafeln, gibt es nach wie vor: Eines der Hinweisschilder an der Kreuzung war von Anfang an versehentlich nur einseitig beschriftet worden - dir Rückseite ist leer. Die Stadt hatte bereits angekündigt, den Fehler zu beheben: im Februar – allerdings 2015.

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