9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Ein Rondo für 100 Instrumentalisten

Bad Segeberg Ein Rondo für 100 Instrumentalisten

Diee Räume der Jugend-Akademie waren erfüllt von Klängen. Eine Vielfalt von Instrumenten war vertreten, als die Kreismusikschule Segeberg rund 100 Schüler zu den Probentagen versammelte. Diese wurden dem Publikum in einem gelungenen Abschlusskonzert präsentiert.

Voriger Artikel
Im Wildpark fliegen sie wieder
Nächster Artikel
Hilfe von Schülern für Schüler

Felix Stümke (von links), Malte Richert und Maximilian Schicker steuerten knackigen Hardrock bei.

Quelle: Andrea Hartmann

Bad Segeberg. Johann Sebastian Bach, Claude Debussy, Edvard Grieg und Meister der zeitgenössischen Musik von Pop über Heavy Metal bis Blues: Viele Musikstile waren dabei. „Wir wollen die Bandbreite unserer Arbeit zeigen“, sagte Musikschulleiterin Christine Braun. Und das gelang in der Tat. Auch deshalb, weil der rote Faden der Arbeit eine extra für dieses Wochenende angefertigte Komposition war. „Rondo“ heißt das rund 20-minütige Stück von Musikschullehrer Hartmut Ledeboer aus Mölln, seit 1988 Dozent für Block- und Querflöten in Bad Segeberg.

 Das Stück, an dem der 52-Jährige rund ein halbes Jahr geschrieben hatte, enthält eine Präsentation jeder Instrumentengruppe, die immer wieder von einem Refrain ergänzt wird, den das ganze Orchester spielt. So ergab sich eine Stilvielfalt von Romantik bis Swing.

 Auch hatte Ledeboer einen deutlichem Bezug zu Bad Segeberg eingearbeitet: die Buchstaben der Stadt, die alle auch Töne bedeuten bis auf das „r“, das er mit einem Trick einbezog. Es wurde zu „re“, was italienisch für den Ton „d“ ist.

 Das Spiel im Ensemble reizte viele Teilnehmer enorm. „Man lernt beim Zusammenspiel nicht nur, auf den anderen zu hören, sondern man lernt auch viele Leute kennen durch die Musik“, betonten Shakti Maconaghie (18), Leonie Keller (18) und Felix Stümke (15) übereinstimmend. Geigerin Shakti aus Kattendorf, Tochter einer Deutschen und eines Neuseeländers, hat schon oft an solchen intensiven Proben teilgenommen wie auch Leonie, die nicht nur Querflöte, sondern auch erste Geige spielte: als Konzertmeisterin. Das ist die Anführerin sowohl ihrer Instrumentengruppe als auch des ganzen Orchesters. „Das ergab sich so“, sagte die Klein Rönnauerin bescheiden, weil sie eben mit zwei Instrumenten teilnahm und auch schon ein „alter Hase“ ist, denn sie tritt regelmäßig mit mehreren Segeberger Ensembles auf.

 Eine eigene Komposition steuerte auch Felix Stümke aus Kaltenkirchen bei, der wieder einmal am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilnimmt und auch beim Landesentscheid in Lübeck mitmacht. Dafür war unter anderem ein eigenes Stück zu schreiben. „Welcome to the mad house“ heißt sein fünfminütiges Werk, das der E-Gitarrist mitbrachte und mit Malte Richert (Schlagzeug) und Maximilian Schicker (Bass) in einer Band präsentierte.

 Die Probentage waren gelungen, resümierte Musikschulleiterin Braun. Sie sollen wiederholt werden, weil es so viel Spaß machte. Und vielleicht auch mit Ledeboers Komposition: Denn die sei zeitlos und beschreibe die Arbeit der jungen Musiker immer wieder treffend.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Andrea Hartmann
Segeberger Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3