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Gemeinsame Einwohnerversammlung

Bad Segeberg | Fahrenkrug Gemeinsame Einwohnerversammlung

Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt wird sich am Montag, 8. Februar, ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle des Städtischen Gymnasiums in Bad Segeberg den Fragen zur Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge und Asylbewerber im Levo-Park stellen.

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Innenminister Stefan Studt stellt sich in Bad Segeberg den Fragen der Einwohner zum Levo-Park.

Quelle: Archiv / Thomas Eisenkrätzer

Bad Segeberg / Fahrenkrug. Auf diesen Besuch haben die Menschen in Bad Segeberg und Umgebung lange gewartet. Das Containerdorf für bis zu 2000 Bewohner, das in diesen Tagen fertig gestellt wird, wird vom Land betrieben und bezahlt.

 Mit dem Termin in der Kreisstadt entfällt die zunächst für den selben Abend in der Fahrenkruger Sporthalle geplante Einwohnerversammlung zu diesem Thema. Die Informationsveranstaltung in Bad Segeberg steht auch Interessierten von außerhalb offen. Da kaum ein Thema derzeit in der Region so heiß und kontrovers diskutiert wird wie die Erstaufnahme auf dem Gelände der früheren Lettow-Vorbeck-Kaserne, dürfte es voll werden. Neben dem Innenminister wird der Leiter der besonderen Aufbauorganisation der Landespolizei sowie ein Mitarbeiter des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten das Land vertreten.

 Gastgeber werden die beiden am stärksten von den Auswirkungen betroffenen Bürgermeister von Bad Segeberg und Fahrenkrug sein. Sowohl Dieter Schönfeld (SPD) als auch Rolf-Peter Mohr (Wählergemeinschaft) hatten zuletzt die aus ihrer Sicht vollkommen unzureichende Informationspolitik der Landesregierung kritisiert. Weder war das Ministerium bisher in der Lage, einen Starttermin für das Lager zu nennen, noch gab es Auskünfte darüber, welche Personengruppe überhaupt einziehen soll. „Wir haben bisher nichts erfahren, absolut null“, sagte Mohr gestern der Segeberger Zeitung. In seinem Dorf herrscht auch deshalb so große Unruhe, weil das Amt Trave-Land beinahe in Sichtweite des Levo-Parks ebenfalls Unterkünfte für Flüchtlinge schaffen wird: im Hotel-Restaurant Busch & Busch und in einem ehemaligen Fahrrad-Geschäft, beide am Kirchwegskamp.

 Im Rahmen einer Pressekonferenz nannte der Innenminister am Dienstag in Kiel zumindest einen wahrscheinlichen Starttermin: den 1. April. Außerdem werden die ersten rund 1000 Bewohner vermutlich aus dem Kontingent stammen, das laut Verteilerschlüssel eigentlich die Hansestadt Hamburg unterbringen müsste. Schleswig-Holstein hat dem Nachbarn Hilfe zugesagt, weil es gerade bei den Erstaufnahme-Kapazitäten aktuell besser dasteht. Die Hamburger müssen die Menschen trotz der Kälte zum Teil schon in Zelten unterbringen.

 Bad Segebergs Bürgermeister Schönfeld hat diese Kooperation begrüßt. „Im Gegenzug werden uns dafür irgendwann einmal die Hamburger helfen.“ Er würde sich aber eine größere Verweildauer der Neuankömmlinge im Levo-Park wünschen: „Wenn sie dort über einen längeren Zeitraum betreut werden könnten, würde das auch die Kommunen entlasten.“ Die vom Land angekündigte Obergrenze bleibe für ihn allerdings unverrückbar.

 Sollten es irgendwann dennoch mehr als 2000 Menschen im Levo-Park werden, würde das auch für die Polizei eine personelle Mehrbelastung bedeuten. Bis dahin reichen für die neue Station auf dem Gelände nämlich sechs Beamte, unter ihnen der Leiter. Wird diese Grenze überschritten, schreibt das Land eine Besetzung mit mindestens elf Ordnungshütern vor. Bisher stammen die für den Levo-Park ausgewählten Polizisten allesamt aus der Direktion Segeberg. Und Minister Studt hat auf der Pressekonferenz angekündigt, dass die Einrichtung auch künftig ausschließlich von Schleswig-Holsteinern bewacht werden soll.

 Dass der Aderlass nicht ohne Folgen für die tägliche Polizeiarbeit bleiben wird, hatte Direktionsleiter Andreas Görs erst kürzlich klargestellt. Für die vielen neuen Aufgaben sei die Personaldecke schlicht zu dünn.

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