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Junger Chef in Traditionsfirma

Bad Segeberg Junger Chef in Traditionsfirma

Er ist 25 Jahre alt und steht ab sofort der Baufirma vor, die sein Ur-Ur-Urgroßvater vor 147 Jahren gegründet hat und die genauso heißt wie der junge Chef: Johannes Specht. Dieser Schritt gehört in der Baufirma Specht zu einem Generationswechsel.

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Wilhelm Specht (von links) ist aus der Bad Segeberger Baufirma ausgestiegen, die von Sohn Jörg und nun auch von Enkel Johannes geführt wird. Sohn Dirk geht ebenfalls und konzentriert sich auf seine Arbeit als Bausachverständiger.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Künftig wird das Unternehmen von Johannes Specht und seinem Vater Jörg (59) Hand in Hand geleitet. Ausgeschieden ist neben Seniorchef Wilhelm Specht (86) auch dessen jüngerer Sohn Dirk (55). Er will sich nach 32 Jahren im Familienbetrieb auf seine Arbeit als Bausachverständiger konzentrieren und hat sich von Bruder Jörg auszahlen lassen. „Es gibt in Bad Segeberg und Umgebung ein Vakuum an Bausachverständigen“, sagt er. „Seit einem Jahr klingelt bei mir das Telefon in einer Tour.“ Mit der Leitung der Baufirma sei das nicht mehr zu vereinbaren gewesen. Er werde aber als Berater weiter eng mit der Firma zusammenarbeiten

 Jörg Specht beschloss daraufhin, seinen Sohn Johannes in die Firma zu holen. Der junge Mann hat seine Ausbildung zum Maurer- und Stahlbetonbauermeister abgeschlossen. In diesem Jahr wird er sein Architekturstudium an der Fachhochschule Lübeck beenden.

 Die Senioren Gerda und Wilhelm Specht hören nach 70 Jahren auf. „Sie haben das Unternehmen durch die äußerst schwierigen Nachkriegsjahre gesteuert“, sagt Jörg Specht. Sein Vater Wilhelm war mit nur 27 Jahren zum Chef geworden, weil wiederum dessen Vater nach schwerer Krankheit früh gestorben war. Jörg Specht wollte nun für den Fall, dass auch er mal gesundheitlich ausfallen sollte, einen jungen Partner in der Geschäftsführung sitzen haben.

 Das Motto des Unternehmens lautet: „Es ist nichts zu klein oder zu groß, um von uns ausgeführt zu werden.“ Im Laufe der 147 Jahre hat die Firma viele stadtbildprägende Gebäude in Norddeutschland errichtet, viele davon in Bad Segeberg. Dazu zählen die Dahlmannschule, das Wittmack-Haus, die Jugend-Akademie, die Firma Baer, das AOK-Gebäude am Seminarweg und das DAK-Bildungszentrum am Großen Segeberger See.

 Die 25 Mitarbeiter der Firma sind auch auswärts tätig. Ein besonderes Erlebnis war es vor einigen Jahren, das Archiv auf dem Privatgrundstück des unlängst gestorbenen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt in Hamburg-Langenhorn zu errichten. „Der Aktionsradius erstreckt sich etwa 60 Kilometer im Umkreis von Bad Segeberg“, sagt Jörg Specht.

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