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Karl-May-Spiele zeigen erste Szenen

Bad Segeberg Karl-May-Spiele zeigen erste Szenen

Das Tal des Todes im tiefsten Mexiko ist gemeinhin nicht für sein kühl-windiges Schauerwetter bekannt. Eine solche Kombination gibt es wohl nur im Wilden Westen von Bad Segeberg. Am Freitag konnten sich vor allem die Neuen im Ensemble der Karl-May-Spiele schon einmal mit den nicht immer ganz einfachen Bedingungen im Freilichttheater am Kalkberg vertraut machen – jedenfalls zum ersten Mal vor einem richtigen Publikum.

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"Im Tal des Todes" feiert seine Premiere am 27.06.2015 im Freilichttheater am Kalkberg.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Bad Segeberg. Traditionell acht Tage vor der großen Premiere gewährte die Kalkberg GmbH den Medien erste Einblicke in die neue Inszenierung.

Eine Woche noch, dann soll alles perfekt sitzen: jeder Auftritt, jeder Tanzschritt, jeder Schlag, jede Explosion. „Vieles klappt bereits ganz gut, aber wir haben noch einiges zu tun“, zog Regisseur Norbert Schultze jr., der den Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen den Ablauf der acht von insgesamt 23 Szenen – in Bad Segeberg heißen sie Bilder – detailliert erläuterte, eine erste Zwischenbilanz. Mit Schultze trägt ein alter Hase die Hauptverantwortung bei „Im Tal des Todes“, das die Karl-May-Spiele in ihrer mittlerweile 64. Saison überhaupt erst zum dritten Mal zeigen. Zuletzt stand es 2002 auf dem Programm. Bereits zum 15. Mal darf Schultze auch den Gaststars sagen, wo es in der Arena langgeht. Und auf die richten sich naturgemäß zunächst einmal die meisten Augen: Ralf Bauer in der Rolle des Westmannes Old Firehand und Barbara Wussow als mexikanische Senorita Miranda sind beide zum ersten Mal mit von der Partie. Vor allem die Tochter des bereits verstorbenen Schauspielers Klausjürgen Wussow scheint sich schon bestens akklimatisiert zu haben. Eingerahmt werden sie und Bauer gleich von mehreren alten Kempen: allen voran Karl-May-Urgestein Joshy Peters, seit 28 Jahren mit wenigen Ausnahmen immer im Team, der als übler Schurke Roulin nach langer Zeit mal wieder einen richtig Bösen verkörpern darf; und Nicolas König als trunksüchtiger Indianer-Häuptling Eiserner Pfeil. Der schauspielerische Allrounder, einer der besten Reiter unter den Mimen, wurde bereits zum elften Mal von der Kalkberg GmbH verpflichtet.

Eine gewisse Routine hat sich inzwischen auch der 46-jährige Jan Sosniok angeeignet, der in Bad Segeberg zum dritten Mal in Folge die Karl-May-Rolle schlechthin übernehmen darf: die des legendären Apachen-Häuptlings Winnetou. Im neuen Abenteuer muss er allerdings erstmals ohne seinen Partner Wayne Carpendale auskommen, der ihn in den beiden Vorjahren als Blutsbruder Old Shatterhand begleitet hatte. Das Duo Sosniok/Carpendale galt vielen als einer der Garanten für die zuletzt durch die Bank hervorragenden Zuschauerzahlen.

In den vergangenen Jahren haben die Karl-May-Spiele die Messlatte für eine erfolgreiche Saison selbst nach und nach immer ein wenig höher gelegt. 2014 ist mit dem Stück „Unter Geiern – Der Geist des Llano Estacado“ erneut ein Rekord aufgestellt worden, den in dieser Größenordnung noch vor einem guten Jahrzehnt kaum jemand überhaupt für möglich gehalten hatte: Knapp 330000 Besucher wollten die Mischung aus Action, Komik und Romantik sehen.

Die Geschäftsführerin der Kalkberg GmbH, Ute Thienel, weiß natürlich um diese Herausforderung, gab sich gestern aber zuversichtlich: „Der Vorverkauf läuft sehr gut.“ Und wenn dann auch noch Manitu mitspielt: Der schob die Regenwolken gestern knapp zwei Stunden lang am Tal des Todes vorbei.

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