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Keira Knightley und der Wohnturm-Brand

Bad Segeberg Keira Knightley und der Wohnturm-Brand

Die Geschichte klingt nach Seemannsgarn: Hollywood-Star Keira Knightley logierte im Wohnturm am Vitalia Seehotel und wurde, als es brannte, von der Bad Segeberger Feuerwehr gerettet. Aber ein Körnchen Wahrheit gibt es doch: Eine Filmcrew war dort tatsächlich untergebracht – von einem Keira-Knightley-Film.

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Keira Knightley soll für Dreharbeiten in Bad Segeberg gewohnt haben. Oder etwa doch nicht? Tatsächlich hält sich eine Filmcrew - ohne den Star -  in der Stadt auf, gedreht wird aber in Hamburg und im Kreis Stormarn. 

Quelle: Andy Rain

Bad Segeberg. In den Bad Segeberger Kneipen ist man sich ganz sicher: Keira Knightley wurde aus dem qualmenden Turm geholt und stand bibbernd in der Kälte, während 180 Feuerwehrleute Anfang Februar den Brand im 1. Stock unter Kontrolle bekamen. Unternehmenssprecher Robert Quentin von den Segeberger Kliniken, denen das Hotel und 94 Apartments im Turm gehören, muss unwillkürlich lächeln. „Keira Knightley hat nicht bei uns gewohnt. Das hätten wir gewusst.“

30 Zimmer für die Filmcrew

Aber woher kommt dann dieses ziemlich hartnäckige Gerücht? Die 31-jährige Engländerin dreht in der Tat gerade einen Film in Schleswig-Holstein – und zwar nicht allzu weit von Bad Segeberg entfernt. Der Streifen heißt „The Aftermath“ und wird von Ridley Scott („Gladiator“) produziert. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte ein Berliner Locationscout, der für das Finden geeigneter Drehorte zuständig ist, eine E-Mail an Vertreter der schleswig-holsteinischen Jägerschaft versendet. Gesucht wurde für eine internationale Kinofilmproduktion mit Keira Knightley und Alexander Skarsgard eine größere Waldhütte.

Dieser Drehort soll sich nun im Kreis Stormarn in der Nähe des Klosters Nütschau befinden – und für die Filmcrew werden mehrere Hotels im Umfeld benötigt. Keira Knightley, so hört man, wohnt in einem Fünf-Sterne-Haus in Hamburg, wo ebenfalls ein Teil der Dreharbeiten stattfindet. Im Vitalia Seehotel in Bad Segeberg wiederum sind Teile des Filmteams untergebracht. Bis zu 30 Zimmer hat die Produktion dort gleichzeitig gebucht.

Fans riefen beim Hotel an

Die Filmleute fahren täglich mit Shuttle-Bussen zum Drehen. Auf den Fahrzeugen, die vor dem Vitalia Seehotel vorfahren, ist deutlich der Filmtitel „The Aftermath“ zu lesen (das heißt soviel wie „Nachwehen“ oder „Nachwirkung“) – und in den Erzählungen beim Bier wurde die berühmte Hauptdarstellerin gleich mit am Großen Segeberger See einquartiert. „Es haben schon Fans bei uns angerufen und wollten wissen, ob Keira Knightley bei uns wohnt“, schildert Hoteldirektor Guido Eschholz. Natürlich hätte man aus Diskretionsgründen auch nichts verraten, wenn die Darstellerin tatsächlich vor Ort gewesen wäre, aber so konnte der Hotelchef guten Gewissens ausrichten lassen, was an den Gerüchten dran ist: nichts.

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