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Neuer Südstadt-Saloon

Bad Segeberg Neuer Südstadt-Saloon

Noch wird gebaut, verschönert und verfeinert – doch schon im April soll es losgehen mit dem „Mones“, einem Bar-Restaurant im Western-Stil. Simone und Oliver Rothaus Blunk wollen sich mit ihrem Angebot in der Bad Segeberger Südstadt aber nicht nur an die Fans von Country-Musik und Line-Dance richten.

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Oliver und Simone Roth eröffnen am 14. April ihr Restaurant „Mones“ in der Bad Segeberger Südstadt.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. „Howdy Folks! Wir sind ab 14. April die neue Adresse in der Karl-May-Stadt Bad Segeberg für feinste Burger, saftige Steaks, gegrillten Fisch und vieles mehr!“ So steht es auf der Facebookseite. Dafür wollen auch die beiden Köche Stefan Gluth und Michael Bloch sorgen, die in der neu eingerichteten Küche für das Wohl der Gäste zuständig sind. Auf den Tisch kommen sollen möglichst regionale Produkte. Doch nicht nur das Wohlergehen der Menschen ist den beiden Neu-Gastronomen wichtig: „Wir haben selbst einen kleinen Bauernhof mit Tieren“, berichtet Simone Roth (38). Kaninchen, Hühner, Ziegen, Hunde, Katzen und auch Wachteln gehören zu ihrem Leben dazu.

 65 Plätze wird es im Restaurant geben, dazu noch 25 auf der großen Außenterrasse und zwölf Plätze am Tresen, wo man gemütlich sein Bier trinken kann. Gruppen oder zum Beispiel Geburtstagsrunden können sich auch einen extra abgeteilten Raum reservieren lassen – der ist mit Gitterstäben und passender Wandgestaltung zurechtgemacht wie eine Gefängniszelle aus einem alten Westernfilm, aber die Bewirtung dürfte weitaus besser sein.

 Für die stilechte Bemalung der Wände ist Malermeister Jörg Stormer aus Tensfeld zuständig, der mit seinem kreativen Können genau den Geschmack der Restaurant-Besitzer trifft. Auch die besondere Tapete, die Oliver Roth bei alten „Bonanza“-Folgen entdeckt hat, konnte gefunden werden und ziert nun die Wände. Wie in einem Saloon wird auch im „Mones“ ein Klavier stehen. Darüber hinaus werden Instrumente wie Gitarren an der Wänd hängen – nicht als Dekoration, sondern zum Benutzen für versierte Gäste, die sich spontan zu einer kleinen „Jam-Session“ zusammenfinden können.

 In einer der beiden erhöhten Nischen können auch Bands auftreten. „Hier werden regelmäßig Konzerte verschiedener Musikstile stattfinden“, kündigen die Betreiber an. Die Räumlichkeiten in der Theodor-Storm-Straße 15G sind schon seit den 1970er Jahren als Gastronomie-Betrieb genutzt worden – zunächst gab es den „Bienenkorb“, dann das Restaurant „Nis“, später das „Adria“. Dort waren die Roths, die seit 16 Jahren im Kreis Segeberg leben, öfter als Gäste. Als es geschlossen wurde, reifte die Idee für ihr „Mones“, wobei sich der Name ableitet vom Spitznamen der Chefin Simone. 140000 Euro haben die Beiden schon investiert, die gesamte Küche erneuert, die Sanitärräume komplett neu hergerichtet und dann natürlich die gesamte optische Gestaltung des Gastraums.

 Auch einen „Abholschalter“ für diejenigen, die ihr Essen bestellen und lieber zu Hause verspeisen wollen, wird es geben. „Das geht dann von Außen, was im Restaurant für mehr Ruhe sorgt.“ Die ist dem Ehepaar derzeit eher selten gegönnt. Sie betreiben weiterhin ihre Firma für Medienlogistik in Lübeck und sind froh über die Unterstützung ihres Verpächters Dirk Specht, der vom Konzept des „Mones“ begeistert ist.

 Auch an anderen Stellen in Bad Segeberg stießen die Roths mit ihrer Idee auf viel Interesse und Enthusiasmus. „Warum ist hier in der Karl-May-Spiele-Stadt noch keiner auf so eine Idee gekommen?“ fragte sich so mancher. Etwas verrückt müsse man wohl schon sein, um so ein Projekt durchzuziehen, meint der 52-jährige Oliver Roth. „Ich bin in Gastronomiebetrieben aufgewachsen“, berichtet er. „Meine Eltern hatten in Bayern zwei Hotels, als ich Kind war, und später im Rheinland dann eine Gastwirtschaft“. Weil er wusste, wie viel Arbeit in diesem Beruf steckt, hatte er sich eigentlich geschworen: „Das machst du nie!“ Und nun wird er ab dem 14. April hinter dem Tresen seines eigenen Restaurants stehen.

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