21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
10 000 Fans feiern Peter Maffay

Bad Segeberg 10 000 Fans feiern Peter Maffay

Auch wenn „Und es war Sommer“ einer seiner langlebigsten Hits ist, sind Peter Maffay-Konzerte in der Kalkberg-Arena Bad Segeberg eher wie Weihnachten. Zumindest ein bisschen. Die Fans freuen sich ein geschlagenes Jahr darauf, sie wissen genau, wen sie erwarten, sie pflegen ihre Rituale und bekommen ein schillerndes Fest, bei dem der musikalische Wunschzettel regelmäßig erfüllt wird.

Voriger Artikel
„Hauptsache, ich bin ganz vorne“
Nächster Artikel
Aus Klärschlamm wird Kompost

Musiker Peter Maffay trat am Freitag auf der Freilichtbühne am Kalkberg in Bad Segeberg beim Auftakt seiner Tour "Niemals war es besser" auf.

Quelle: Daniel Reinhardt/ dpa

Bad Segeberg. Und doch gleicht keines dieser Feste dem anderen. Gewissermaßen liegt jedes Mal eine Überraschung unterm Baum. Das liegt vor allem daran, dass Peter Maffay nicht der Weihnachtsmann, sondern ein echter Rocker ist, der es versteht, musikalische Geschenke zu verteilen, ohne seine künstlerische Integrität dabei zu verlieren.

Vor rund 10 000 Fans hat Peter Maffay am Freitagabend seine Open-Air-Tour „Niemals war es besser“ in Bad Segeberg gestartet.

Zur Bildergalerie

Und dieses Mal rappelte es wirklich gehörig im Karton. Bei bestem Wetter und fit wie ein Biker-Stiefel legte das als Peter Alexander Makkay in Rumänien geborene Power-Paket vor über 9000 restlos begeisterten Zuhörern von Beginn an mächtig los und startete mit dem für diesen Abend beinahe symptomatischen Kracher „Niemals war es besser“ und einem Gitarrenriff, das jeder Metal-Band zu Ehre gereicht hätte. „Eine fette Rock’n’Roll Party“ hatte Maffay seinen Fans versprochen. Dafür, dass sie seinen aktuellen Longplayer „Wenn das so ist“ zu seinem 16. Nummer Eins Album-Chart-Erfolg gemacht hatten. Und der Mann hält Wort. Begleitet von seiner sehr tight aber trotzdem klanggewaltig aufspielenden Band mit Peter Keller (Gitarre), Carl Carlton (Gitarre), Pascal Kravetz (Keyboard), Ken Taylor (Bass) und Bertram Engel (Schlagzeug) serviert der 65-jährige Nimmermüde als erstes Set das nahezu komplette „Wenn das so ist“-Album. Darunter das satt bluesrockende „Schwarze Linien“ oder die kernige R’n’B Nummer „Nur du hörst“oder die Power-Ballade „Grenzenlos“. Das viele der großartigen Live-Arrangements dabei immer ein wenig an Bruce Springsteens E-Street-Band erinnern, ist dabei sicher kein Zufall.

Dann sorgt Maffay für ein Kontrastprogramm, als er mitten im Konzert dem niederländischen Folk Duo „The Common Linnets“ mit ihrem Chart-Stürmer „Calm After The Storm“ und anderen Songs die Bühne überlässt. Ein herzlicher und warmer Moment, der auch sehr viel über Maffay als ernsthaften, uneitlen Musiker und mittlerweile längst auch Förderer erzählt. Nach dem über halbstündigen „Konzert im Konzert“ kam der Gastgeber aber zurück. Und zwar mit Macht. Maffay, der 1979 zum ersten Mal in Bad Segeberg spielte, kann auf ein nahezu unerschöpfliches Repertoire zurückgreifen und verwöhnte die Fans mit vielen klassischen aber musikalisch durchaus neu ausformulierten Leckerbissen seiner Karriere. „Niemals war es besser.“ Das würde an diesem Abend wohl jeder unterschreiben ... und sich aufs nächste Jahr freuen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige