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Pfeifen-Paten erwünscht

Orgel in St. Marien Pfeifen-Paten erwünscht

Du Pfeife! Das klingt in der Regel nicht nett. In diesem Fall ist das aber mal was anderes: Für die 1,2 Millionen Euro teure Erneuerung der Orgel in der Bad Segeberger St. Marienkirche sind Patenschaften möglich - für einzelne Pfeifen.

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Die Orgel in der Marienkirche ist marode.Sie wird voraussichtlich ab 2020 erneuert.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. In den Sommerwochen hat auch die Königin der Instrumente in der Marienkirche ein wenig Pause, abgesehen natürlich von ihrem Einsatz in Gottesdiensten und weiteren Amtshandlungen sowie ab und an in den sonnabendlichen Konzerten der Reihe „Musik zur Marktzeit“. Wenn im Herbst der Konzertbetrieb wieder aufgenommen wird, wird sich mancher Spieler und Zuhörer wieder häufiger auf den Tag freuen, an dem die marode Orgel durch die lange geplante neue ersetzt wird. Die Orgelbauwerkstatt Winterhalter aus dem Schwarzwald wird das neue Instrument für rund 1,2 Millionen Euro bauen.

Ab September kann mit Patenschaften für einzelne Orgelpfeifen oder ganze Register zu mehr Geld im Spendentopf beigetragen werden – obwohl die neue Orgel noch gar nicht steht.

3278 Pfeifen wird das neue Instrument haben. Im Internet ist bereits ein genauer Überblick zu finden, welche Pfeifen es geben wird. Sie sind nach Tönen und Tonhöhe sowie mit Farben gekennzeichnet, die den Wert einer jeden Pfeife benennen. Er reicht bei der neuen Winterhalter-Orgel von 50 bis 5000 Euro.

Wer eine Patenschaft für eine Pfeife eingehen möchte, kann sich in einem Register eine Pfeife aussuchen, wie Kreiskantor Andreas J. Maurer-Büntjen auf der Homepage mitteilt: „Zum Beispiel die Initialen des eigenen Namens“, schlägt der Kantor vor.

Durch viele kleinere wie größere Spenden, immer wieder auch nach Konzerten, sind bisher mittlerweile 181133 Euro zusammengekommen. Die Finanzierung des Orgelbaus steht auf drei Beinen, wie Maurer-Büntjen erklärte. Erstens mit Krediten, die die Kirche aufnimmt, zweitens werden größere Sponsoren wie Stiftungen oder Firmen gebraucht, und drittens kümmern sich zwei Vereine darum, kleinere Spenden zu sammeln.

Gebaut werden soll nach den jüngsten Planungen vermutlich ab 2020 in drei Bauabschnitten. „Das Ganze wird bestimmt drei Jahre dauern“, schätzt Kantor Maurer-Büntjen.

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Ein Artikel von
Andrea Hartmann
Segeberger Zeitung

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