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Virtuelle Vergangenheit

Bad Segeberg Virtuelle Vergangenheit

Das Museum Alt Segeberger Bürgerhaus will mit moderner Technik ein virtuelles Stadtmodell aus der Zeit um 1600 zeigen. Das innovative Geschichtsprojekt wurde von der Hafen-City Universität Hamburg unterstützt. Ein Datenbrille macht das Modell „begehbar“.

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In einem ersten Projektabschnitt wurde ein virtuelles Modell des Alt Segeberger Bürgerhauses realisiert.

Quelle: Privat

Bad Segeberg. Wer glaubt, in einem Museum stehen nur alte Sachen, der liegt falsch – heutzutage wird oftmals mit moderner Technik gearbeitet, um die Vergangenheit lebendig und erlebbar zu machen. Das Museum Alt Segeberger Bürgerhaus an der Lübecker Straße geht ganz neue Wege: Am Mittwoch, 23. November, wird das aktuelle Projekt „Virtuelles Stadtmodell Segeberg um 1600“ um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses vorgestellt.

 „Wir wollen die aktuelle Präsentationstechnik und die künftigen Einsatzmöglichkeiten zeigen“, erklärt Museumleiter Nils Hinrichsen. Das innovative Geschichtsprojekt, dass die Hafen-City Universität Hamburg (HCU) in Kooperation mit dem Freundeskreis Segeberger Bürgerhaus von 1541 betreibt, ist bereits im Oktober gestartet. „Zum Abschluss wird ein interaktives, virtuelles 3D-Stadtmodell der Stadt Segeberg mit seinen Bürgerhäusern, dem Rathaus samt Roland, dem Rantzau-Palais und den Stadttoren sowie der Anlage der Siegesburg auf dem historischen Kalkberg bereitstehen“, beschreibt der Geschichtswissenschaftler die neuen Darstellungsmöglichkeiten der früheren Stadtansicht.

 „Ebenso wird sich dieses virtuelle Modell über den Flecken Gieschenhagen mit seiner Stiftskirche St.Marien, dem angegliederten Augustiner-Chorherrenstift sowie der Rantzau-Pyramide und dem Rantzau-Obelisken erstrecken.“ Mit einer VR-Datenbrille solle das Stadtmodell einmal virtuell begehbar sein, sodass mit dieser Technik künftig ein realistischer Eindruck von der historischen Stadtanlage am und auf dem Kalkberg vor rund 400 Jahren sichtbar sein wird.

 „Die eingesetzte Technik ist hochaktuell“, betont Hinrichsen. „Der geplante Einsatz für ein historisches Stadtmodell ist bislang einzigartig!“ Bereits im vergangenen Winter ist das Alt-Segeberger Bürgerhaus als virtuelles Modell in Zusammenarbeit von Museum und Hafen-City Universität entstanden – bei der Projektvorstellung im Rathaus werden die Fachleute der HCU die neue Präsentationstechnik an diesem Beispiel demonstrieren. „Mit der von der HCU installierten Technik werden die Gäste das Bürgerhaus dann von außen und innen an diesem Abend durchwandern und die aktuellen Museumsausstellungen besichtigen können“, freut sich der Museumsleiter.

 „Zugleich werden sämtliche historischen Bauphasen aus knapp 500 Jahren dreidimensional zu sehen sein“. Für die Zukunft hat Hinrichsen schon weitere Pläne: „Bereits anhand dieses einzelnen virtuellen Bürgerhauses wird der plastische Eindruck des künftigen Stadtmodells erkennbar“ erklärt er. „Dadurch wird auch die Dimension deutlich, mit der das Modell einmal auch als Werbeträger für die Stadt Bad Segeberg fungieren könnte“. Diese vielfältigen Möglichkeiten möchten die Museumsbetreiber den Gästen am Mittwochabend im Bürgersaal demonstrieren – denn damit das Projekt weiterentwickelt werden kann, werden noch weitere Sponsoren gesucht.

 Unterdessen wurde während der jüngsten Mitgliederversammlung des Freundeskreises Alt Segeberger Bürgerhaus im Antiquariat Berghalle der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt: Vorsitzender Manfred Quaatz, Stellvertreter Hans-Werner Baurycza, Kassenführer Christian Alkemper, Schriftführer Joachim Geppert sowie die Beisitzer Marianne Böttcher, Reinhard Schweim und Dieter Fiesinger. Insgesamt wurden von den Museumsfreunden bereits über 10000 Euro für die Ausstattung des historischen Gebäudes an der Lübecker Straße gesammelt und investiert.

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