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Weiter Musik in der Villa Flath

Bad Segeberg Weiter Musik in der Villa Flath

Die Villa Flath bleibt das Zuhause junger Musiktalente. Mit großer Mehrheit beschloss die Bad Segeberger Stadtvertretung, das ehemalige Wohnhaus des 1987 gestorbenen Holzbildhauers Otto Flath für mindestens weitere drei Jahre an den Verein für Jugend- und Kulturarbeit zu verpachten.

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Die Villa Flath wird weiter an den Verein für Jugend- und Kulturarbeit vermietet. Damit können junge Leute in dem ehemaligen Wohnhaus des Künstlers Otto Flath auch zukünftigt musizieren.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. In den vergangenen Jahren hatte es viele Turbulenzen um das markante Gebäude gegeben an der Bismarckallee gegeben. Vor allem der städtische Plan, das gesamte Gelände an die gegenüber ansässige Kassenärztliche Vereinigung zu verkaufen und einen Abriss der Kunsthalle zuzulassen, war bei Teilen der Kommunalpolitik auf erheblichen Widerstand gestoßen. Die Stadt hatte das Areal von ihrem Ehrenbürger Otto Flath geerbt – mit der Maßgabe, seine Kunstwerk dort weiterhin der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 In den vergangenen Jahren waren allerdings die Besucherzahlen in der Kunsthalle stark rückläufig. Auch Ausstellungen in der Villa waren keine Publikumsmagneten und wurden immer seltener organisiert. Auf Initiative von Bürgermeister Dieter Schönfeld wurde die Betreuung der Kunsthalle von Haupt- auf Ehrenamt umgestellt. Die finanziell schwer angeschlagene Kreisstadt spart damit erhebliche Kosten.

 Seit zwei Jahren ist nun der Verein für Jugend- und Kulturarbeit in dem repräsentativen Gebäude ansässig und lässt dort unter anderem Musikunterricht erteilen. Diese Nutzung wünscht sich die Stadt auch weiterhin – und entsprechend wurde nun im Bürgersaal des Rathauses der entsprechende Beschluss mit 19 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen gefasst.

 Der neue Vertrag – der alte Vertrag läuft am 30. Juni aus – ist für drei Jahre gültig, verlängert sich in der Folge aber jährlich automatisch um weitere zwölf Monate, wenn nicht ein halbes Jahr vor Ablauf durch eine der beiden Vertragsparteien gekündigt wird. „Im Rahmen der Kulturförderung durch die Stadt Bad Segeberg wird der Verein mit einem Betrag in Höhe von maximal 25000 Euro pro Jahr bezuschusst“, erklärt Bürgermeister Schönfeld. „Bis zu dieser Summe erfolgt eine interne Verrechnung für die Betriebs- und Heizkosten einschließlich Reinigung und Hausmeisterdiensten.“

 Vermietet werden die Villa, das Atelier, eine darüber liegende Wohnung, eine Garage und zwei Gartenschuppen. Die Kunsthalle ist ausdrücklich ausgenommen. stm

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