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Rekord beim Volkslauf

Bad Segeberg bewegt Rekord beim Volkslauf

Zum 6. Volks- und Spendenlauf „Bad Segeberg bewegt“ hatten sich 713 Starter angemeldet – ein neuer Rekord, seitdem 2011 in der Kreisstadt unter neuem Titel und neuer Organisation wieder Fuß gefasst hat. Die meisten Leistungssportler sahen den Hauptlauf eher als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen.

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Viele Teilnehmer liefen bei „Bad Segeberg bewegt“. Hier startet der Kinderlauf.

Quelle: Stephan Ures

Bad Segeberg. Gesamtsieger wurde, wie im vergangenen Jahr, Jan-Eric Bostelmann-Arp vom SC Rönnau 74 in 37:59 Minuten. Schnellste Frau war, ebenfalls wie 2015, seine Vereinskollegin Isabell Teegen als Gesamt-Sechste in 41:07 Minuten.

 Die äußeren Bedingungen hätten kaum besser sein können an diesem sonnigen Spätsommertag Ende September – sicher auch ein Grund für die bislang unerreicht hohe Beteiligung. Außerdem hatten die Organisatoren um Helmut Lenz von der Leichtathletiksparte des SC Rönnau vor allem um Firmen-Mannschaften geworben – offenbar mit Erfolg. Allein die Segeberger Kliniken waren mit über 60 Läufern am Start.

 Für Bostelmann-Arp war der Start in Bad Segeberg ein „Heimspiel“, wie er sagte, das er nicht verpassen wollte, auch wenn der Lauf in die Pause zwischen zwei Top-Wettkämpfe fiel: den 10-Kilometer-Alsterlauf in Hamburg vor zwei Wochen und „The Great 10k“ in Berlin über dieselbe Distanz am 9. Oktober. Dass der SCR-Athlet sich für den Wettkampf mit internationaler Besetzung in der Bundeshauptstadt einiges mehr vorgenommen hat als beim Lauf um den Großen Segeberger See, zeigt die angepeilte Zeit: „Unter 33 Minuten“ wolle er in Berlin laufen, kündigte Bostelmann-Arp an, das wäre rund fünf Minuten schneller als in Bad Segeberg. Da hatte er wenig Konkurrenz. Nach etwa einem Kilometer setzte er sich an die Spitze und lief schließlich 1:08 Minuten auf den Zweitplatzierten heraus: Kjell Rehberg aus der bekannten Segeberger Läuferfamilie, der für die SG TSV Kronshagen/Kieler TB startet.

 Isabell Teegen beherrschte die Frauenkonkurrenz noch deutlicher, obwohl sie vor dem Rennen angekündigt hatte, „ganz gemütlich“ laufen zu wollen. Sie geht am heutigen Montag in ein mehrtägiges Trainingslager in Bad Malente, wo sie sich ebenfalls auf die 10 Kilometer in Berlin vorbereitet. Danach will sie sich in der Halle wieder auf die kürzeren Strecken von 1500 und 3000 Metern konzentrieren. Im Ziel am Landratspark hatte sie fast vier Minuten Vorsprung auf die zweitschnellste Frau, Britta Hagge von den Powerschnecken Kiel in 44:58 Minuten.

 Eine Veranstaltung wie „Bad Segeberg bewegt“ ist ohne großen freiwilligen Einsatz nicht denkbar. Organisationschef Lenz standen rund 60 Helfer zur Seite, davon allein 40 Streckenposten. Außer Mitgliedern des SC Rönnau engagierten sich auch rund 30 Schüler des Städtischen Gymnasiums. Unterwegs waren am Klüthseehof und am Minigolfplatz zwei Erfrischungsstationen aufgebaut.

 An Start und Ziel empfingen mehrere Hundert Zaungäste – und nicht nur Starter aus anderen Laufwettbewerben – die Läufer und Walker. Jeder erhielt Applaus, nicht nur die Spitzensportler im Profi-Laufdress, sondern auch die Schnupperläufer (3,5 Kilometer), die Kinder (1,6 Kilometer) und die Kleinsten vom Bambino-Lauf (800 Meter). Aufmunternder Beifall war hier ganz unabhängig von der Platzierung.

 Auch wenn bei der sechsten Veranstaltung schon einiges Routine ist: Unliebsame Überraschungen gibt es immer wieder. So lagen am Sonnabend morgen die bestellten Dixie-Klos umgekippt im Landratspark, auf dem Streckenabschnitt der Seepromenade lagen am Sonntagmorgen jede Menge Scherben (die der städtische Bauhof entfernte), und schließlich flog beim Anschließen der aufwändigen Start-und-Ziel-Technik mit Zeitmesselektronik und Lautsprecherwagen erstmal eine Sicherung heraus (was der Videotheken-Unternehmer wieder behob). Und als ob das nicht genügte, musste Streckensprecher Rudi Dautwiz, bekannt vom NDR, auch noch wegen Krankheit kurzfristig passen. Für ihn sprang Dirk Schulz ein, Frauen-Mehrkampftrainer beim schleswig-holsteinischen Leichtathletikverband und als Moderator auch schon beim Kaltenkirchener Stadtlauf dabei. Er machte seine Sache gut und empfing nahezu jeden Läufer am Zielstrich mit launigen Worten.

 Für Helmut Lenz war „Bad Segeberg bewegt“ eine „gelungene Geschichte“. Am meisten freut er sich über Rückmeldungen von Teilnehmern, die ihm versichern, dass alles „super geklappt“ habe, und sich bei ihm bedanken. Er hat schon einen Termin für den Volks- und Spendenlauf im kommenden Jahr im Kalender stehen: Sonntag, 24. September 2017. Jan-Eric Bostelmann-Arp will, wenn es in seinen Sportkalender passt, dann auch wieder dabei sein.

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