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Bad Segeberg will wachsen

Neue Baugebiete Bad Segeberg will wachsen

Bürgermeister Dieter Schönfeld will für das mittelfristige Ziel, Bad Segeberg auf 20000 Einwohner anwachsen zu lassen, den nächsten Schritt tun. Die Stadtverwaltung plant zwei neue Wohnbaugebiete: neben dem Azurit-Altenpflegeheim Eichenhof im Ortsteil Christiansfelde und am Stadtrand in Richtung Stipsdorf.

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Bauamtsleiterin Antje Langethal (von links), Bürgervorsteherin Ingrid Altner und Bürgermeister Dieter Schönfeld können sich zudem auf einem Gelände neben der Bewegungshalle im Ortsteil Christiansfelde ein Baugebiet mit rund 4
000 Quadratmetern vorstellen.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. Schönfeld will eine Zunahme der Einwohnerzahl erreichen, damit die städtische Infrastruktur mit ihren Schulen, Bädern, Geschäften und anderen Einrichtungen besser ausgenutzt wird; außerdem bringt jeder zusätzliche Bürger auch Steuergeld in die Stadtkasse. Gleichzeitig lassen sich Baulücken schließen.

 Eine davon befindet sich an der Kreisstraße 7 neben dem Altenpflegeheim Eichenhof. Hinter der Bewegungshalle liegt eine 4000 Quadratmeter große Grünfläche brach. Das Gelände befindet sich im Gegensatz zum verkauften Areal des Heims noch immer im Eigentum der Kommune.

 „Die Flächen würden wir von der Geschwister-Scholl-Straße her erschließen“, erklärt Bauamtsleiterin Antje Langethal. Vorstellen kann sie sich dort „Mischformen“ der Bebauung – das heißt: Neben Einzelhäusern könnte es auch Geschosswohnungsbau geben, da er sich baulich in die Umgebung einfügen würde. „Da ist alles Mögliche denkbar. Die Lage ist ja sehr gut.“ Es müsse allerdings ein Bebauungsplan aufgestellt werden, da das Gelände bisher nicht überplant worden ist. Allzu viele Häuser beziehungsweise Wohnungen werden sich dort allerdings nicht realisieren lassen, weil der Platz dafür fehlt.

 Etwas umfangreicher könnten die Bauarbeiten an der Straße Am Wege nach Stipsdorf ausfallen. Dort gehören der Stadt rund 12000 Quadratmeter Ackerfläche. „Da können wir uns ebenfalls Wohnbebauung vorstellen“, sagt Bauamtsleiterin Langethal. Bad Segeberg würde damit ein kleines Stück an das benachbarte Stipsdorf heranrücken.

 Bevor es so weit ist, muss allerdings noch umfangreiche Vorarbeit geleistet werden. Laut Bürgermeister Schönfeld muss zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden, der in dem Bereich von landwirtschaftlich genutzten Flächen und nicht von Bauland ausgeht. Anschließend muss die Kommunalpolitik auch hier einen Bebauungsplan mit konkreten Vorgaben aufstellen. Die Stadtvertretung kann sich in beiden Fällen auch dagegen entscheiden; bei der Ausweisung neuer Wohnbaugebiete sind die Kommunalpolitiker normalerweise aber eher aufgeschlossen, da auch sie das Wachsen der Stadt als Vorteil sehen.

 Antje Langethal schätzt, dass auf den 12000 Quadratmetern etwa 15 bis 20 Bauplätze für Einfamilienhäuser entstehen. Geschosswohnungen kommt auf dem Gelände nicht in Frage.

 „500 Quadratmeter pro Grundstück dürften üblich sein“, schätzt Bürgermeister Schönfeld. Größe und Zuschnitt der Flächen könnten aber noch „bedarfsangepasst“, wie er sagt, maßgeschneidert werden. Rund 20 bis 30 Prozent der Fläche werden für die Erschließungsstraße draufgehen. Erreichbar sollen die Grundstücke über die Straße Am Wege nach Stipsdorf sein.

 Durch die F- und B-Plan-Änderungen dürfte ein Baubeginn selbst bei optimalem Verlauf erst in zwei bis drei Jahren möglich sein. Außerdem zählt ein Teil der Fläche zu einem Landschaftsschutzgebiet, so dass auch hier noch Regularien zu beachten sind.

 Verwaltungschef Schönfeld ist optimistisch, dass die Vergrößerung der Einwohnerzahl bis etwa 2023 gelingt. „Die Stadt muss sich gut vermarkten“, sagt er. „Die Voraussetzungen für junge Familien sind gut.Wir haben unsere Kinderbetreuung stark verbessert, da gehören wir zu den Besten im Kreis Segeberg.“ Das Überspringen der 20000er-Marke ist für ihn „das Idealziel, aber auch eine Herausforderung“.

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