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Neue „Blitzer“ messen mit Laser

Bad Segeberg | Leezen Neue „Blitzer“ messen mit Laser

Mit neuen Geräten werden Polizei und Kreis künftig nicht nur Raser, sondern auch Rotlichtsünder aufspüren. In Leezen wird eine neue kombinierte und hochmoderne Messanlage installiert, die Verkehr in beiden Richtungen erfasst. In wenigen Tagen steht eine ähnliche Säule auch in Bad Segeberg.

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Die neue Blitzsäule steht in Leezen an der B432 zwischen Bushaltestelle und dem Fußgängerüberweg mit Ampel, der zur Schule führt. Die Messgeräte erfassen die Rotlichtfahrer und alle Raser, in beiden Fahrtrichtungen.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. In Leezen haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Die Säule ersetzt den alten „Starenkasten“. Sie befindet sich an der B432 in Höhe des Fußgängerüberwegs mit Ampel, der Kinder zur Grund- und Gemeinschaftsschule führt.

 Die Kamera im ehemaligen Starenkasten hatte den Verkehr nur in Richtung Hamburg erfasst, und auch nur die Raser, nicht die Rotlichtfahrer. Gemessen wurde über Schleifen, die in der Fahrbahn verlegt sind.

 Am 8. September 2015 wurde die Kamera von Unbekannten aus dem Gehäuse herausgebrochen und gestohlen. Die Täter konnte die Polizei nicht ermitteln. Das Gerät hätte also ohnehin ersetzt werden müssen. Polizei und Kreis, die bei der Verkehrsüberwachung kooperieren, hatten bereits frühzeitig entschieden, dass die neue Anlage in beide Richtungen messen soll. Und außerdem jene Autofahrer gleich mit erwischen soll, die an der roten Ampel nicht anhalten.

 Als Beweis für die Notwendigkeit gilt ein Unfall im Februar an genau dieser Stelle. Ein Pkw-Fahrer hatte trotz Rotlichts der Ampel nicht am Fußgängerüberweg gehalten. Der Wagen erfasste zwei querende Fußgänger. Sie wurden verletzt.

 Jeder zehnte Autofahrer fuhr am Starenkasten in Leezen zu schnell vorbei, zeigen die alten Messungen. „Das ist für eine Standanlage ein hoher Wert“, sagt Wolfgang Griesbach vom Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier.

 Der Vorteil der neuen Säule: Sie misst mit Lasertechnik. Es sind also keine Schleifen mehr in dem Asphalt nötig und auch keine ebene Fahrbahn. Denn ohne glatten Asphalt im Messbereich gibt das Eichamt die Tempomessungen nicht frei. Das ist zunehmend zum generellen Problem geworden, sagt Michael Krüger, Leiter der Kreisverkehrsaufsicht. Denn manche Straßenabschnitte im Kreis Segeberg sind nicht im besten Zustand. Ein Starenkasten an der B432 in Norderstedt hatte deshalb vor einigen Jahren zeitweise abmontiert werden müssen.

 Das Eichamt muss die neue Säule in Leezen trotzdem noch abnehmen, für die Rotlicht-Messung. Das erfolgt wohl noch im April.

 Eine Säule wird ebenfalls noch in diesem Monat an der B206 in Bad Segeberg errichtet: auf einer Verkehrsinsel hinter Ampel und Fußgängerüberweg, der Bahnhof und Busbahnhof verbindet.

 Messen kann die Säule aus technischen Gründen nur den Verkehr in Richtung Lübeck. Bislang hatten Polizei und Kreis mit ihrem gemeinsamen Messtrupp dort nur mit mobilen Anlagen arbeiten können. In der Regel sind 11 Prozent der Fahrer zu schnell. Rekord war 106 km/h. Erlaubt sind 50 km/h.

 Die beiden Säulen werden, von außen nicht erkennbar, nur zeitweise scharfgestellt sein. Denn für sie gibt es insgesamt nur einen Kamerasatz. Die Säulen werden zur Alarmsicherung mit einer Standleitung zur Polizei ausgerüstet sein, falls sich mal jemand an ihnen zu schaffen macht.

 Die Starenkästen in Norderstedt (Flughafenstraße und B432), Bockhorn (B206) und Lentföhrden (B4) werden vorerst nicht durch Säulen ersetzt.

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