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Ziel sind 20000 Einwohner

Bad Segeberg Ziel sind 20000 Einwohner

20000 Einwohner - auf diese Zahl soll Bad Segeberg laut Bürgermeister Dieter Schönfeld in den kommenden sechs bis acht Jahren wachsen. Derzeit wohnen etwa 17000 Menschen in der Kreisstadt.

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Am östlichen Ortsrand hat die Stadt ein Grundstück an der Ecke Am Wege nach Stipsdorf / Bornwischen zur Bebauung ins Auge gefasst.

Bad Segeberg. Die Infrastruktur der Stadt ist so ausgelegt, dass zusätzliche Bewohner problemlos mit Kindergarten- und Schulplätzen versorgt werden können. Auch das Angebot an Lebensmittelmärkten und sonstigen Geschäften ist mehr als ausreichend. Mit neuen Einwohnern würden auch zusätzliche Steuern in die klamme Stadtkasse fließen.

 „Es ist gut, wenn Bad Segeberg wächst“, sagt Schönfeld. „Wir sollten in den kommenden Jahren 300 bis 400 weitere Bauplätze baureif machen – mit dem Ziel, dass wir in den nächsten sechs bis acht Jahren um 2000 bis 3000 Einwohner wachsen. Die Infrastruktur dafür ist ja schon vorhanden, wenn ich da nur an unsere Kindertagesstätten und Schulen denke.“

 Im Rathaus haben nun die Gedankenspiele begonnen, wo neue Baugebiete möglich sind. Eine der Flächen, die Bauamtsleiterin Antje Langethal im Auge hat, liegt am östlichen Stadtrand. Dort befindet sich neben der Straße Am Wege nach Stipsdorf und dem Bornwischen ein landwirtschaftlich genutztes Areal, das sich nach Ansicht der Expertin hervorragend als Bauland eignen würde. „Aus städtischer Sicht macht das Sinn“, erklärt sie. „Im Moment hängt die Sache aber am Grundstückseigentümer.“ Er habe zwar prinzipiell Interesse, könne aber aus persönlichen Gründen nicht umgehend handeln. Antje Langethal weiß daher nicht, wie schnell diese Idee umgesetzt werden kann.

 Die bisherigen Baugebiete sind mittlerweile fast voll – auch im neuen Ortsteil Burgfelde, dessen Grund und Boden um das Jahr 2000 vom damaligen Bürgermeister Udo Fröhlich quasi über Nacht gekauft wurde, nachdem eine frühere Amtsleiterin das Kaufangebot für den ehemaligen Hof Meins wochenlang auf ihrem Schreibtisch vergessen hatte. Kurz vor Ende der Angebotsfrist am Silvestertag tauchte das Schreiben auf. Fröhlich ließ Stadtkämmerer Heino Wulf aus dem Weihnachtsurlaub antanzen, um der Stadt die dringend notwendigen Bauflächen zu sichern.

 Die Nachfrage nach Burgfelde-Grundstücken ist laut Antje Langethal nach wie vor groß. „Wir entwickeln gerade den Heinrich-der-Löwe-Ring. Da wird im Herbst gebaut.“ Nur noch zwei Grundstücke sind dort weder verkauft noch reserviert. Die Bauabschnitte Schlehenweg und Graf-Gerhard-Straße sind bereits fertig.

 Neu ist in diesem Bereich noch eine kleine Wohnbaufläche mit sechs Grundstücken in der Nähe des Nelkenwegs. Der weiter südlich gelegene Burgfeld-Abschnitt, der sich an einer Stromtrasse befindet, wird als Mischgebiet ausgewiesen, in dem hauptsächlich Gewerbegrundstücke entstehen, auf denen aber auch gewohnt werden kann. Hier gelten beispielsweise beim Lärmschutz weniger strenge Grenzwerte als in einem reinen Wohngebiet. Da dort in einigen Jahren voraussichtlich die Autobahn A20 dicht vorbeiführen wird, ist die Festsetzung als Mischgebiet notwendig, um die Flächen überhaupt verkaufen und bebauen zu können.

 Weitere innerörtliche Reserven, auf denen noch Wohnbebauung geplant oder realisiert werden kann, liegen in der Nähe des Umspannwerks an der Burgfeldstraße und im Ortsteil Klein Niendorf. Dort befindet sich eine große Grünfläche am Hamdorfer Weg, die unter anderem an den Nahkauf-Markt an der Ecke Kühneweg/Habichtshorst grenzt. Auch das Areal, auf dem bis vor kurzem die marode Halle von Teppich Frick an der Riihimäkistraße stand, könnte nach Ansicht von Antje Langethal als Wohnraum erschlossen werden.

 Das alles sind allerdings Pläne für die nächsten zehn Jahre. Es dürfte noch ein weiter Weg werden, bis Bad Segeberg eine „2“ ganz vorn in der Einwohnerzahl stehen hat. Ein vergleichbares Wachstum hat zuletzt fast drei Jahrzehnte gedauert: Seit 1987 hat die Stadt um 2500 Bewohner zugelegt.

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