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Kampf mit dem Wetter

Zwei Tage Stadtfest Kampf mit dem Wetter

Ein verregneter Sonnabend und danach ein windiger, aber etwas freundlicherer Sonntag – das jährliche Stadtfest präsentierte sich diesmal recht unterschiedlich. Während die Veranstaltung am ersten Tag buchstäblich ins Wasser fiel, hatte der Sonntag durchaus schöne Stunden zu bieten.

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Vor der Löwen-Apotheke hatten Karin Rosenberg (von links), Petra Wittke-Timm und Viola Sielski ihren gemeinsamen Stand aufgebaut.

Quelle: Gisela Krohn

Bad Segeberg. Ein Höhepunkt mit rund 200 Besuchern war der Ökumenische Gottesdienst unter freiem Himmel. Vor der Bühne nahe der Marienkirche saßen die Zuhörer dicht gedrängt auf Bänken; und diejenigen, die keinen Sitzplatz mehr fanden, folgten der Predigt und den musikalischen Darbietungen stehend. „Herzlich Willkommen“, war das Thema, das im Mittelpunkt stand und bei den Menschen gut ankam. Gemeinsam wurden Gebete gesprochen und Lieder gesungen.

 Glücklicherweise hatten die Karussell-Betreiber auf dem benachbarten Marktplatz zu dieser Zeit ihre Musikanlage einmal nicht aufgedreht – bei den Bands, die auf der Bühne während des Stadtfests auftraten, war das leider oft nicht der Fall, sodass bei leiseren Liedern für die Zuhörer ein unschöner Klangbrei entstand und man den Musikern damit keinen Gefallen tat.

 Dabei gab es mehrere attraktive Bands zu hören, die vielleicht (noch) keinen großen Namen haben, aber von Herzen kommende, mitreißende Musik boten. Zu ihnen gehörten zum Beispiel „Die Akustiker“, die am Sonnabendmittag im strömenden Regen leider nur wenig Publikum hatten, aber trotzdem engagiert bei der Sache waren.

 Auch der Losverkauf des Lions Club Segeberg litt am Sonnabend unter dem Wetter. „Aber die Bad Segeberger lassen uns nicht im Stich“, meinte Hans-Joachim Wild, der bei der Ausgabe der kleineren Gewinne half. „Die kaufen auch bei Regen unsere Lose.“ Doch konnten weniger als die Hälfte aller vorhandenen Lose am ersten Tag verteilt werden, weswegen am Sonntag dann noch mal ordentlich die Werbetrommel für den guten Zweck (und den Hauptgewinn: ein Auto) gerührt wurde.

 Ganz ausgefallen war durch die nasse Witterung die Spiele-Aktion der Geschäftsleute in der Hamburger Straße. „Es geht einfach nichts bei so einem Wetter“, sagte Ulf Peters, der mit seiner „Galerie Peters“ und vielen anderen Ladenbetreibern eine bunte Meile für Kinder und Familien gestalten wollte. „Auch weil wir nicht so gerne diese Stände der professionellen Händler unmittelbar vor dem Geschäft haben wollten.“

 An beiden Tagen hatten sich im gesamten Bereich der Fußgängerzone viele Verkaufsstände mit Kleidung und Taschen ausgebreitet. Zum Teil waren die Geschäfte dahinter am Sonnabend kaum noch zu sehen. Auch bei vielen Stadtfest-Besuchern kam das nicht gut an. „Die haben alle das Gleiche im Angebot“, fand Traute Schiffgen im Gespräch mit der Segeberger Zeitung. „Das hat man nicht so gut ausgesucht.“ Die Bad Segebergerin war mit dem Rad unterwegs und ärgerte sich auch darüber, dass die wenigen Radbügel zum Anschließen von Fahrrädern durch die Stände verdeckt und kaum noch zu erreichen waren. Schließlich konnte sie ihr Rad dann doch unter einer Überdachung der Auslagen anstellen.

 Am Sonntag zum traditionellen Stadtfest-Flohmarkt waren ein paar der Händler-Stände nicht mehr da, so konnten die privaten Flohmarkttische dazwischen ihren Platz finden. Nach Angaben der Betreiber sollen 200 Stände im Innenstadtgebiet aufgebaut worden sein, doch waren oft große Lücken dazwischen bis hin zu Bereichen, wo gar keine Flohmarktstände waren. Eigentlich war geplant gewesen, bis zum Rathaus Verkäufer zu platzieren, damit die dortigen Oldtimer von Gastwirt Heino Lilienthal und des Automobil- und Motorsportclubs (AMSC) an die Aktionen in der Innenstadt angekoppelt wären. Das war aber nicht der Fall; und so standen die sehenswerten historischen Fahrzeuge oftmals unentdeckt vor dem Rathaus. Für alle, die am Sonntag ein bisschen bummeln und dabei wie auf einem Jahrmarkt Karussell fahren und eine Wurst essen wollten, hat sich der Stadtfest-Sonntag dann aber doch gelohnt.

 Auch die Polizei zog gestern ein insgesamt positives Fazit: „Aus unserer Sicht verlief das Stadtfest friedlich und störungsarm“, sagte Nico Möller, Sprecher der Polizeidirektion Segeberg. 23 Polizeibeamte hatten die Veranstaltung vor allem am Sonnabend begleitet und waren im Bereich der Innenstadt präsent. Im Gegensatz zu manch früheren Veranstaltungen konnten die meisten Einsatzkräfte in der Nacht recht früh nach Hause

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