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Diesmal wird in Polen gefeiert

Bad Segeberg, Zlocieniec Diesmal wird in Polen gefeiert

Das European Peoples’ Festival (EPF) im polnischen Zlocieniec hat in dieser Woche viele Freunde aus ganz Europa wieder zusammengebracht. Auf 50 Segeberger sind dabei.

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Eckard und Dagmar Mannke fühlen sich beim EPF in Polen sehr wohl.

Quelle: mtr

Bad Segeberg / Zlocieniec. Die polnische Kleinstadt präsentiert sich bisher von einer guten Seite. Kleiner Wermutstropfen: Die große Eröffnung mit der bunten Parade aller teilnehmenden Nationen musste wegen starken Regens leider ausfallen.

 „Die Organisation hat noch einige Schwierigkeiten“, sagt Matthias Gosch. Der 23-jährige Vorsitzende des Fördervereins fühlt dabei mit den polnischen Gastgebern. So hatte der neue Bürgermeister in Zlocieniec, dem früheren Falkenburg, einige Zusagen seines Vorgängers wieder einkassiert; dadurch konnten örtliche Einrichtungen nicht in der Form genutzt werden wie ursprünglich geplant. „Die Stimmung ist trotzdem erstklassig“, betont Gosch. 50 Bad Segeberger vertreten die deutschen Farben beim Festival der europäischen Völker noch bis zum Wochenende.

 Der Empfang in Polen war herzlich. Nachdem die Teilnehmer ihre spartanischen Unterkünfte in Schulen bezogen hatten, ging es auf dem Festplatz mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm weiter. Eine schlechte Nachricht hatte die europäische Familie allerdings zu verkraften: Mit Portugal und Finnland sagten gleich zwei Nationen wegen terminlicher Schwierigkeiten die Teilnahme ab.

 „Die Grundidee von Europa wird beim EPF gelebt“, unterstrich der katholische Bischof beim Eröffnungsgottesdienst. Die Zeremonie fand bei den Kirchgängern großen Anklang. Weniger Freude hatten die Teilnehmer danach auf dem Weg zur Parade. Starker Regen machte alle Planungen zunichte. Die kostümierten und teilweise geschminkten Europäer mussten unverrichteter Dinge wieder zurück in die Schulen. Später am Abend wurde das Europäische Dorf auf der Showbühne offiziell eröffnet.

 Am Montag fanden die ersten Sportwettbewerbe statt. Die Segeberger Basketballer belegten den 8. Platz. Beim Petanque kam das Team um Torsten Schwartz auf den 2. Rang. Am selben Abend hatten die Bad Segeberger ihren Kulturauftritt auf der großen Bühne. Mit einem Programm aus Schlagern, Deutschrock und Volksliedern nahmen 25 Segeberger die deutsche Kultur dabei ein wenig auf die Schippe. Die amüsante Show kam bei den Zuschauern jedenfalls gut an. „Das hat sehr viel Spaß gemacht“, erklärt Lisa Zielke, die als Moderatorin auf der Bühne stand.

 Am Dienstag hatten die Deutschen im Luftgewehrschießen etwas Pech. Die bereitgestellten Gewehre waren von der Funktion her ganz anders als angenommen. So blieb nach vielen Fehlschüssen zu Beginn am Ende nur Rang 7. „Das war ärgerlich“, meint Schütze Robert Blum. Trotz einiger organisatorischer Probleme fühlen sich die Gäste sehr wohl. „Uns wurde hier sehr viel Herzlichkeit entgegengebracht“, betont Kassenwartin Alexandra Pöhlsen. Der Stand im Europäischen Dorf wurde von den vielen Besuchern sehr gut angenommen. Viele erkundigten sich über Bad Segeberg und Umgebung. „Wir können hier einem breiten Publikum zeigen, was unsere Kleinstadt alles zu bieten hat“, erklärt Ehrenvorsitzender Uwe Pawlowski.

 Im vergangenen Jahr hatte das EPF mit rund 600 Teilnehmern in Bad Segeberg stattgefunden. Es wird seit 1992 an wechselnden Austragungsorten gefeiert.

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