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Ein Abschied mit viel Lob

Kirchenmusik Bad Segeberg Ein Abschied mit viel Lob

Ein Bad Segeberger tritt ab von einer Bühne, auf der er Großes geleistet hat: Popularkirchenmusiker Jan Simowitsch geht nach Hamburg an eine größere Wirkungsstätte. Der 35-Jährige, der seit gut elf Jahren sehr erfolgreich Musik in all ihren Facetten vor allem mit jungen Leuten, aber auch mit Erwachsenen macht, wird Referent für Popularmusik an der Nordkirche.

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Bad Segebergs Popularkirchenmusiker Jan Simowitsch tritt eine neue Stelle in Hamburg an.

Quelle: Archiv

Bad Segeberg. Auf Simowitsch wartet ein verantwortungsvoller Posten, auf dem er weiterhin Musik machen kann, für den er aber auch neue Aufgaben erfüllen wird. „Ich teile mir eine Sekretärin mit dem Landes-Kirchenmusikdirektor“, sagt Simowitsch bescheiden. Gemeint ist, dass auch er künftig Chefaufgaben übernehmen wird.

 So wird er Studienleiter für das sogenannte B-Studium der Kirchenmusik, ein Vollstudium der Musik, für das sich die Bewerber durch anspruchsvolle Aufnahmeprüfungen qualifizieren können. Seminare sind zu organisieren, als erstes ein großes Chortreffen auf dem Koppelsberg bei Plön.

 Dass der 1980 in Rostock geborene Simowitsch die Stelle bekommen hat, zeigt auch, dass ihn nicht nur viele Segeberger, sondern auch Fachleute über die Grenzen der Kreisstadt hinaus für äußerst qualifiziert halten. Denn die Stelle war bundesweit ausgeschrieben. Beginnen wird seine Arbeit im März 2016 im Dorothee-Sölle-Haus in Hamburg-Altona. Wohnen möchte der verheiratete Vater eines Gymnasiasten und einer Grundschülerin aber weiterhin in Bad Segeberg.

 Sein Wirkungsfeld verlässt er zwar selbst mit Traurigkeit, aber komplett im Guten. Für seine Arbeit und seine vielen Mitstreiter hat er ausschließlich lobende Worte übrig. „Es war eine gute Zeit“, findet Simowitsch, den viele für sein Understatement, seine Bescheidenheit und seinen Enthusiasmus im richtigen Moment schätzen. Die Arbeit mit jungen Leuten an seinem Projekt Musikberg werde er ebenso vermissen wie die Arbeit mit Erwachsenen, sagt er - ob mit seinem 50-köpfigen Gospelchor oder in großen Projekten wie sein Oratorium „Maria“ mit Chor, Solisten und Orchester in Bad Segeberg und Hamburg, ob mit der Kabarettgruppe der Bad Segeberger Feuerwehr oder dem Segeberger Männerchor. Vermissen wird er auch die Fahrradmusikfreizeiten, die er alljährlich vor Ostern mit jungen Leuten unternahm. „Das war spannend, weil man vorher nie wusste: Wer kann welches Instrument wie gut spielen, verstehen sich die Teilnehmer untereinander, können sie zusammen musizieren?“ erzählt Simowitsch, der Profi-Pianist und -Organist ist.

 „Wir haben alles gemacht, was geht. Und nun geht an anderer Stelle noch mehr“, lautet sein Fazit. Lernen möchte er, sagt er, und auch darum hat er sich vor kurzem für ein Studium der Kirchenmusik an der Musikhochschule in Lübeck eingeschrieben.

 Bis März haben die Segeberger noch einige Gelegenheiten, den Kirchenmusiker zu erleben. Seine letzte Aufführung ist am Freitag, 18., und Sonnabend, 19. März, in der Marienkirche: Dann erklingt sein neues Werk „Die letzte Flut“ mit Chor, Orchester und Solisten (Informationen: www.kirchenmusik-segeberg.de).

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Andrea Hartmann

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