16 ° / 13 ° Sprühregen

Navigation:
Neue Wohnungen und Werkstätten

Bahrenhof Neue Wohnungen und Werkstätten

Die Werkgemeinschaft in Bahrenhof will für fast sechs Millionen Euro drei neue Gebäude errichten und das ehemalige Herrenhaus umbauen. Leben und arbeiten sollen dort wie bislang auch 42 Erwachsene mit geistigen Behinderungen. Ab Ende 2017 könnte gebaut werden, sagt Heimleiter Jochen Berghöfer.

Voriger Artikel
Schritt für Schritt zum neuen Quartier
Nächster Artikel
Nun doch Schlager am Kalkberg

Heimleiter Jochen Berghöfer möchte das ehemalige Herrenhaus sanieren und zum reinen Werkstattgebäude umbauen.

Quelle: Gerrit Sponholz

Bahrenhof. Damit sollen zwei Ziele gleichzeitig erreicht werden. Arbeitsbereich und Wohnungen werden aus pädagogischen Gründen voneinander getrennt. Und die neuen Wohnungen entsprechen heutigen Standards und Größen.

 Die Gemeindevertretung Bahrenhof schuf während der Sitzung in der Gaststätte Utspann in Wakendorf I die Voraussetzung. Nachdem alle Behörden und Verbände keine großen Bedenken angemerkt hatten, wurde der Bebauungsplan Nummer 2 für Bahrenhof endgültig gebilligt. Er erlaubt Neubauten bis zu einer Höhe von neun Metern.

 Bislang hat die Werkgemeinschaft, die von einem Verein getragen wird, die Wohn- und Arbeitsstätten auf zwei Gebäudekomplexe an der Dorfstraße 6 und 8 verteilt. Im alten Herrenhaus mit seinen Anbauten befinden sich vier der sechs Wohngruppen sowie etliche Werkräume, etwa für Arbeiten mit Holz, Stein, Filz, Ton und Kerzenwachs. Das Haus hatte einst die Familie Pulvermann als Wohngebäude errichtet. Später nutzte es die evangelische Kirche als Müttergenesungsheim bis Ende der 1970er Jahre. Seit 1982 ist die Werkgemeinschaft dort beheimatet. Sie orientiert sich in ihrer Arbeit an den menschenkundlichen Aussagen der Anthroposophen Rudolf Steiners.

 Etwa hundert Meter entfernt liegt das zweite Gebäudeensemble. Im Regenbogenhaus leben zwei Wohngruppen, in zwei weiteren Gebäude sind Werkstätten untergebracht. Eine Sanierung dieser drei Häuser wäre unwirtschaftlich. Sie werden abgerissen und durch zweistöckige moderne Neubauten ersetzt. Und ein Um- und Ausbau des Haupthauses scheidet ebenfalls aus, weil sonst ein Wald beschnitten werden müsste. Die Wohngruppen werden aus dem Haupthaus an der Dorfstraße 6 zu den anderen Gruppen in die Neubauten an der Dorfstraße 8 ziehen. Das Haupthaus wird nur noch Werkstätten beheimaten.

 Die Sanierung des Haupthauses wird etwa 800000 bis 1 Million Euro kosten, schätzt Heimleiter Jochen Berghöfer. Für die Neubauten rechnet er mit Investitionen von rund 4,8 Millionen Euro. Allerdings laufen die Planungen noch, und auch die Verhandlungen mit dem Kreis Segeberg als Sozialhilfeträger. Er bezahlt letztlich über die Pflegesätze für die Betreuung der 42 Bewohner die Bauten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
Segeberger Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3