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Geldregen für den Städtebau?

Bad Bramstedt Geldregen für den Städtebau?

Die Stadt hat gute Chancen, einen wahren Geldregen auf sich niederprasseln zu lassen. Bad Bramstedt ist einer von vier Orten in Schleswig-Holstein, die vom Innenministerium in die enge Wahl genommen wurden, in ein neues Städtebauförderprogramm für Unterzentren und Zentralorte aufgenommen zu werden.

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Die alte Ernst-Friedrich-Harm-Brücke wurde abgerissen, ein Neubau fällt in die Städtebauförderung.

Quelle: Sylvana Lublow

Bad Bramstedt. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hatte Bad Bramstedt beim Innenministerium für das Programm angemeldet. Bestenfalls können dadurch rund 6,6 Millionen Euro nach Bad Bramstedt fließen.

Nun muss allerdings eine detaillierte Liste mit konkreten Projekten folgen und diese auch noch durch ein Gutachten begründet werden. Eine solche Expertise kann nach einer Schätzung des Rathauses mit bis zu 150000 Euro zu Buche schlagen. SPD-Stadtverordneter Jan-Uwe Schadendorf meinte dazu in der jüngsten Finanzausschusssitzung. „Angesichts der Summe, die wir bekommen können, ist das eine geringe Investition.“ Andere Kommunalpolitiker sahen das allerdings kritischer. 150000 Euro nur für ein Gutachten auszugeben, fanden sie nur schwer vertretbar.

Kütbach hat schon eine Liste vorbereitet, mit Projekten, die aus Städtebauförderungsmitteln bezahlt werden könnten. Sie umfasst ein Investitionsvolumen von rund 10 Millionen Euro. Da die Städtebauförderung eine Drittelfinanzierung ist, müsste die Stadt davon nur rund 3,3 Millionen Euro selbst aufbringen. Den Rest übernehmen Bund und Land. Der Bürgermeister sieht darin eine Riesenchance. „Das sind alles Vorhaben, die wir ohnehin auf der Agenda haben.“ Ohne die Städtebauförderung, die Bad Bramstedt zuletzt in den 1990er Jahren erhalten hatte, wäre wohl so manches auf absehbare Zeit nicht zu realisieren.

Dem Finanzausschuss war die Liste nur zur Kenntnis vorgelegt worden. Am kommenden Montag, 20. März (19 Uhr, Schloss), wird der Planungsausschuss darüber beraten. Bis zum 31. März muss sie beim Innenministerium eingereicht sein.

Folgende Vorhaben sollen in das Förderprogramm:

-Die Neugestaltung des Kirchenbleecks, Maienbeecks und Landwegs (1,2 Millionen Euro)

-Neubau der Ernst-Friedrich-Harm-Brücke (300000 Euro)

-Sanierung der denkmalgeschützten Friedrichsbrücke (800000 Euro)

-Umgestaltung der Schlosswiese (250000 Euro)

-Heilmoor-Betrieb und Kurbahn-Erweiterung (500000 Euro)

-Sanierung der Leichtathletik-Anlage am Schäferberg (1,1 Millionen Euro)

-Umzug der Stadtbücherei (500000 Euro)

-Neubau oder Erweiterung des Feuerwehrhauses (2 bis 3,5 Millionen Euro)

-Sanierung des Kurhaustheaters (500000 Euro)

-Ausbau des Freibadparkplatzes (300000 Euro)

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