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CDU - SPD 1:1

Bad Segeberg CDU - SPD 1:1

Es steht unentschieden: Der CDU-Ortsverband in der Kreisstadt hat bei der Bandenwerbung an der Eintracht-Arena mit dem SPD-Ortsverein gleichgezogen. Die Parteienreklame an diesem Ort war vor einiger Zeit umstritten.

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Holger Tiemann (2. von rechts) begrüßt auch die Bad Segeberger CDU als Werbepartner von Eintracht Segeberg: Bundestagsabgeordneter Gero Storjohann (von links), Ortsverbandsvorsitzender Uwe Voss und Vorstandsmitglied Volker Stender übergaben das Banner.

Quelle: des

Bad Segeberg. Führende Christdemokraten präsentierten das neu geschaffene große Werbeschild mit Hinweis auf den Segeberger CDU-Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Gero Storjohann und den Ortsverband Bad Segeberg. Es soll anstelle der bisherigen Werbetafel des Lokals „Der Gutschmecker“ am Treppenaufgang zum Vereinsgebäude an der leuchtend blauen Außenwand angebracht werden.

 Den Anstoß dazu hatte der neue Bad Segeberger CDU-Ortsverbandsvorsitzende Uwe Voss gegeben, der hauptamtlich zugleich die Kreisgeschäftsstelle der Christdemokraten leitet. Er hatte Ende Mai während seines Urlaubs gelesen, dass das SPD-Plakat des für den Wahlkreis Segeberg/Stormarn zuständigen Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes auf dem Sportgelände des Vereins und der angrenzenden Gemeinschaftsschule im Schulzentrum (jetzt Schule am Burgfeld) für einige Unruhe gesorgt hatte. In einer Sitzung des Schulverbandes Bad Segeberg war das Thema zur Sprache gekommen. Dabei wurden Bedenken angemeldet, ob ein politisches Plakat mit dem Werbeverbot für politische Parteien im sogenannten Einsichtsbereich öffentlicher Schulen gemäß Paragraf 29 des Landesschulgesetzes in Einklang zu bringen sei.

 Schulleiter Bernd Falkenhagen hatte nach eigenem Bekunden zwar nichts gegen normale Bandenwerbung von Firmen, bei politischen Inhalten aber „Bauchschmerzen“. Deshalb war vor rund zwei Jahren das große SPD-Schild, das zuvor schon sechs Jahre als Bandenwerbung am alten Eintracht-Stadion an der Marienstraße unbeanstandet gehangen hatte, in einem Kompromiss zwischen Schulleitung und Vereinsführung von der Spielfeld-Umrandung am Burgfeld an die Eingangs-Giebelwand des Sportlerheims versetzt worden. Dort hängt es heute noch, von Schülern vom Schultrakt aus nicht mehr einzusehen.

 Die gleiche Situation ergibt sich jetzt für das CDU-Schild um die Hausecke daneben, an Ort und Stelle vorgestellt im Beisein des Kreisvorsitzenden Gero Storjohann aus Seth, vom Ortsverbandsvorsitzenden Uwe Voss, seinem Stellvertreter Volker Stender, den Beisitzern Torsten Dyck und Ingrid Altner sowie Vereinssprecher Holger Tiemann. Christdemokrat Voss sieht das werbliche Gleichziehen mit den örtlichen Sozialdemokraten ganz entspannt und sportlich: „Jetzt steht es eins zu eins.“ Ebenso wie der SPD-Ortsverein unterstützt nun der CDU-Ortsverband damit auch finanziell die rund 400 Kinder und jugendlichen Sportler sowie die ehrenamtlichen Aktiven der „Eintracht“, freute sich Tiemann bei der öffentlichen Vorstellung des Projekt. 200 Euro im Jahr machen die Christdemokraten dafür locker.

 Den gleichen Betrag wandte der Ortsverband auf für die Herstellung des Schildes durch die ortsansässige Firma „Elan Nord GmbH“. Finanziert wurde die Werbung aus dem Erlös einer schnell ausverkauften Berlin-Tagesreise zum Preis von jeweils 25 Euro pro Person unter dem Motto „Einmal Currywurst und zurück“. Die Bustour mit 58 angemeldeten Teilnehmern im Oktober wird organisiert von der CDU Bad Segeberg und unterstützt vom Bundestagsabgeordneten Storjohann. Da das Interesse offenbar so riesig ist, dass bereits 40 Personen auf der Warteliste stehen, will die CDU später erneut eine solche Tagestour anbieten, kündigte Uwe Voss an.

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