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Altenheim-Baustopp aufgehoben

Bark Altenheim-Baustopp aufgehoben

Das Alten- und Pflegeheim an der B206 in Bockhorn darf weitergebaut werden. Das hat der Kreis dem Investor René Griese aus Bockhorn genehmigt. Das bei Nachbarn umstrittene Projekt kommt aber nicht aus den Schlagzeilen. Unbekannte haben offenbar die Bauarbeiten sabotiert.

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Seit wenigen Tagen darf wieder am neuen Altenheim an der B206 in Bockhorn gebaut werden.

Quelle: hfr

Bark. Griese hat seinen Planungsentwurf verändert und das Dach abgeflacht, um die Maximalhöhe einhalten zu können, und der Kreis hat eine zu hohe Aufschüttung nachträglich legalisiert.

 In der Nacht zu Freitag haben sich Unbekannte auf der Baustelle zu schaffen gemacht. Sie durchtrennten einen Spiralkabelsteuerung am Baukran, teilte eine Pressesprecherin der Polizei mit. Der Schaden konnte nach wenigen Stunden beseitigt werden.

 Es war nicht der erste Vorfall auf diesem Baufeld, bei dem die Polizei einschreiten musste. Schon in der Planungsphase hatte es Unruhe gegeben, als auf den verpachteten Imbiss, der dem Neubau anfangs im Wege stand, Anschläge verübt worden waren. So waren Brände gelegt und Schüsse abgegeben worden. Der Pächter selbst wurde zu Hause verprügelt. Schuldige hatte die Polizei nicht ermitteln können.

 Investor René Griese aus Bockhorn ist froh, dass er weiterbauen darf. Die Bauplanung sei nur wenig geändert worden. „Wir sind gut im Zeitplan.“ Noch in diesem Jahr soll der Rohbau winterfest fertig sein. Die Eröffnung hat er für Oktober 2017 geplant.

 Noch Anfang Juni hatte es nicht so ausgesehen. Der Kreis hatte einen Baustopp verfügt. Die Fundamentbauten hätten gezeigt, dass höher als genehmigt gebaut würde, hieß es. Nun haben Grieses Architekten nachgebessert. „Zur Einhaltung der von der hiesigen Kreisplanung festgelegten Obergrenze der Bebauungshöhe von 10,50 Meter wurden die Geschosshöhe und die Dachneigung zu einem Pultdach geändert“, teilte Gernot Schramm, Pressesprecher des Kreises, mit. „Die von der Kreisplanung zugestandene Maximalhöhe von 10,50 Meter wird auch mit dem Nachtrag noch unterschritten. Der Bauherr hatte daneben auch noch Veränderungen einiger Räume im Gebäude vorgenommen.“ Außerdem sei mit diesem 2. Nachtrag zur Baugenehmigung „die höher als genehmigt ausgeführte Aufschüttung legalisiert“, also vom Kreis nachträglich genehmigt.

 Noch offen sind die Nachbarwidersprüche. Derzeit stelle der Kreis deren Rechtsanwalt die Nachtragsbaugenehmigung zu, teilte Schramm mit. Die Nachbarn haben dann zu entscheiden, ob sie sie anfechten, und ob sie vor Gericht einen vorläufigen Eilrechtsschutz erwirken wollen. „Denn der Widerspruch und eine Anfechtungsklage der Nachbarn gegen eine bauaufsichtliche Zulassung eines Vorhabens haben keine aufschiebende Wirkung“, erklärt Schramm. Die Nachbarn könnten allerdings beim Verwaltungsgericht eine aufschiebende Wirkung ihres Widerspruchs beantragen.

 Auferlegen wird der Kreis dem Bauherren wohl einen Teilrückbau. „Nach derzeitiger Einschätzung“, so Schramm, „wird gegebenenfalls die Aufschüttung des Geländes mit Terrassen im oberen Plateaubereich zurückzubauen sein.“ Noch in der Schwebe sei ein Ordnungswidrigkeitenverfahren: „Dieses Bußgeldverfahren befindet sich noch im Anhörungsstadium.“

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