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Autobahn-Planung auf Verdacht

Bau der A 20 Autobahn-Planung auf Verdacht

Mit Überraschungen begann am Mittwoch eine Anhörung zu den Bauplänen für die A20 von Wittenborn bis Bad Bramstedt. Sie stellten klar, notfalls einen Teil der Autobahn zurückzubauen, falls die Südumgehung Bad Segeberg später mal woanders enden sollte als im Gelenkpunkt Wittenborn.

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Nic Pohlmann aus Kaltenkirchen, Verfechter einer Alternativtrasse über Neumünster, warnte während der Anhörung des Landes in Bad Segeberg zum Abschnitt Wittenborn-A7 vor einer A20 durch das Schmalfelder Moor. Es biete wertvolle Natur. Das zeigten schon historische Pläne aus den 1930er und 1940er Jahren.

Quelle: Gerrit Sponholz

Kreis Segeberg. Denn wo die Südumgehung eines Tages entlang führt, ist offen. Auch südlichere Trassenvarianten sind denkbar, hatte das Bundesverwaltungsgericht den Landesplanern 2013 zur Prüfung aufgegeben. Außerdem müsse der Fledermausschutz stärker beachtet werden.

 Am neuen Plan für die Südumgehung arbeitet das Land noch. Millionen Daten seien aufzuarbeiten, sagte Projektleiterin Britta Lüth vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in der Sitzung in der Amtsverwaltung Trave-Land in Bad Segeberg. Ihr Fazit schon jetzt: Eine fledermausgerechte A20 sei möglich und die enge Südumgehung die beste Variante.

 Die Anwälte der Naturschutzverbände waren entsetzt. Erst müsse doch die Südumgehung rechtswirksam feststehen, bevor das Land die A20 weiter in Richtung Westen bis zur A7 planen könne, meinten sie. Projektleiterin Lüth gehe „mit dem Kopf durch die Wand“. Rüdiger Nebelsieck und seine Kollegen beantragten, das Anhörungsverfahren für die Strecke Wittenborn-A7 auszusetzen. Wittenborn könne der falsche Gelenkpunkt sein. Lüth widersprach. Die Strecke mache auch allein Sinn. Sie entlaste die Dörfer an der B 206. Und sie könnte notfalls zurückgebaut werden, falls der Südumgehungs-Abschnitt nicht in Wittenborn ende. Die Chefin der Anhörungsbehörde, Susan Müller, stellte sich auf die Seite Lüths.

 Klein Gladebrügges Bürgermeister Arne Hansen wunderte sich, dass das Land Dörfer an der B 206 entlaste, sein Dorf aber mit der A20 voll treffe.

 Susan Müller sammelt nun die 91 erhobenen Einwände zu Naturschutz, Trasse sowie Verkehrsprognosen und stellt sie Antworten der Planer gegenüber. Damit, dass Müller den Bau Wittenborn-A7 genehmigen wird, rechnet das Land fest – noch in 2016. Die Naturschutzverbände werden wohl dagegen klagen. Beim Bund als Bauherr laufen beide Abschnitte bereits unter „fest disponiert“. Die 29,6 Kilometer kosten 343,9 Millionen Euro.

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Ein Artikel von
Gerrit Sponholz
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