16 ° / 11 ° Gewitter

Navigation:
CDU und SPD gemeinsam für Wohnanlage

Bauprojekt am Nelkenweg CDU und SPD gemeinsam für Wohnanlage

Christ- und Sozialdemokraten stehen in Sachen Nelkenweg Seite an Seite. Das erklärten die Fraktionsvorsitzenden Joachim Wilken-Kebeck (SPD) und Norbert Reher (CDU) im Rathaus. Parallel zur Bundestagswahl wird am 24. September darüber abgestimmt, ob am Nelkenweg eine Wohnanlage gebaut werden darf.

Voriger Artikel
"KulTour" im Zeichen der Kulinarik
Nächster Artikel
Mann (19) wegen Mordversuchs vor Gericht

Die Fraktionsvorsitzenden Joachim Wilken-Kebeck (SPD, links) und Norbert Reher (CDU) werben für den Bau einer Wohnanlage am Nelkenweg und hoffen, dass die Wähler das Projekt beim Bürgerentscheid am 24. September nicht scheitern lassen.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg. SPD und CDU halten dieses Bauprojekt mit rund hundert Wohnungen für richtig – und sie fürchten, dass so mancher Wähler sein Kreuzchen an der verkehrten Stelle machen könnte. Aus diesem Grunde bitten Reher und Wilken-Kebeck die Bad Segeberger, „genau zu prüfen, wie sie abstimmen, denn wenn sie nichts gegen diese geplante Wohnanlage haben, müssen sie im Bürgerentscheid mit Nein stimmen.“ Hintergrund ist, dass die Fragestellung der drei Bürgerentscheid-Initiatoren darauf abzielt, ob am Nelkenweg ausschließlich Einfamilien- und Doppelhäuser errichtet werden dürfen. Wer das möchte, stimmt mit „ja“ – und verhindert so das Projekt.

Die Emotionen kochen in dieser Angelegenheit mittlerweile hoch. „Wir haben die Wohnanlage von Anfang an mit richtig gutem Gewissen immer positiv begleitet“, sagt Wilken-Kebeck. Mit den Sorgen der Anwohner sei man im Rathaus „richtig umgegangen“. So sei die Wohnungszahl von 130 auf 100 reduziert worden, die Form und Höhe der Baukörper sei wiederholt im Sinne der Nachbarn verändert worden und die Stadt habe ungewöhnlich früh ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Wilken-Kebeck: „Da ist ein richtig guter Kompromiss rausgekommen.“

CDU-Mann Reher kontert Kritik am Rathaus

Die umliegenden Straßen – so argumentieren SPD und CDU – können den zusätzlichen Verkehr laut Gutachten verkraften. Nur vor Schulbeginn und nach Feierabend werde es zu einer spürbaren Erhöhung kommen. „Die Rushhour morgens und abends ist in der ganzen westlichen Welt ein Problem“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Wohnungen werden in Bad Segeberg dringend gebraucht“.

CDU-Mann Reher hält zudem die Kritik an der Stadtverwaltung für falsch. Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD) hatte vor Längerem angekündigt, dass er sich für Bad Segeberg mittelfristig eine Einwohnerzahl von 20000 Menschen wünscht, um beispielsweise die vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen und zusätzliche Einnahmen über die lokalen Steuern zu erwirtschaften. Jetzt werde ihm unterstellt, dass er aus diesem Grunde die Wohnanlage initiiert habe. „Es ist umgekehrt: Es kommt ein Investor und geht zur Verwaltung“, sagt Reher. „Und dann wird die Kommunalpolitik eingeschaltet.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Aktuelle Nachrichten aus der Segeberger Zeitung
Mehr aus Nachrichten aus Segeberg 2/3