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Mit Babyschühchen gegen Leukämie

Bebensee Mit Babyschühchen gegen Leukämie

Masche für Masche, gestrickt zu winzigen Babyschuhen, wollen Birgit Stüven (68) aus Bebensee und Petra Mollenhauer (58) aus Uetersen auf 10000 Euro für den Kampf gegen Leukämie kommen. Die beiden Frauen unterstützen mit ihren Handarbeiten die José-Carreras-Stiftung.

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Birgit Stüven (links) aus Bebensee und Petra Mollenhauer aus Uetersen unterstützen die José Carreras Leukämie-Stiftung.

Quelle: Petra Stöver

Bebensee. Geboren wurde die Idee 2009 in einem Hamburger Krankenhaus, wo Birgit Stüven am Empfang und in der Telefonzentrale arbeitete. Besucher der Geburtsabteilung fragten nach kleinen Aufmerksamkeiten für Mutter und Kind. Daraufhin strickte sie das erste Paar Schühchen, nach einem halben Jahr hatte sie 421 Euro für die Carreras-Stiftung eingenommen. Dass sie den Kampf gegen Leukämie unterstützt, war für sie ebenso wenig eine Frage wie für ihre Freundin und Ex-Kollegin Petra Mollenhauer. Im Freundes- und Familienkreis beider gab es Krebs-Erkrankungen. Seit 2010 sind die beiden ein Strick- und Spendenteam, das noch von anderen unterstützt wird.

 Mittlerweile klappern die Stricknadeln nicht nur für Schuhe, sondern auch Mützchen, Socken und Hüttenschuhe sind entstanden. Der Verkauf läuft auf Märkten, in einigen Geschäften oder Arztpraxen. Wenn die beiden einen Basarstand aufschlagen, haben sie neben Garnituren in Rosa und Hellblau immer Infomaterial der Stiftung und die Spendendosen dabei. Aktuell beläuft sich ihre Spendensumme auf 8834 Euro. Auch die Qualität der Handarbeiten hat sich mittlerweile herumgesprochen, ein Paar aus Florida bestellte eine Baumwoll-Mütze für den Sohn.

 Vier Stunden Arbeit stecken in einem Schühchen, denn es muss nicht nur gestrickt, sondern zusammengenäht, umhäkelt und mit einer selbstgemachten Kordel verschnürt werden. 1700 Paare haben die fleißigen Hände bislang gestrickt, ein Paar geht für 12 Euro weg.

 Birgit Stüven und Petra Mollenhauer genießen es, zusammen zu handarbeiten, dabei zu reden und Kaffee zu trinken. Dadurch tanken sie auch Kraft, um weitere Spenden zu sammeln. Zur Belohnung gibt es jedes Jahr eine Einladung zur José-Carreras-Gala, dem emotionalen Höhepunkt für die vielen Unterstützer. Die Bebenseerin Birgit Stüven hat den Startenor mehrfach persönlich getroffen und ihn mit ihren Handarbeiten erfreut, sich selbst über persönlich gehaltene Briefe gefreut. Motto der Stiftung: „Leukämie muss heilbar werden. Immer und bei jedem.“ „Es tut gut, wenn eine Rückmeldung kommt. Dadurch wachsen wir und werden noch stärker“, ergänzt ihre Freundin Petra Mollenhauer.

 Die nächste Gala wird am 15. Dezember in Berlin stattfinden. Dann sollen die 10000 Euro zusammen sein. Allerdings wollen sie sich mit dem Stricken keinen Stress machen. „Es soll ein Hobby bleiben, aber ein ertragreiches.“

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