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Darf die Speeldeel hinein?

Begehrte Tribüne Darf die Speeldeel hinein?

Darf die Sebarger Speeldeel für drei Monate in die Tribüne auf dem Landesturnierplatz einziehen? Diese Frage ist auch nach Beratungen in mehreren städtischen Ausschüssen noch nicht abschließend geklärt. Das letzte Wort hat die Stadtvertretung. Dort dürften die Befürworter in der Mehrheit sein.

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Die Sebarger Speeldeel möchte die Tribüne an der Rennkoppel als Lager nutzen. Die Politik hat dazu verschiedene Meinungen.

Quelle: Thorsten Beck

Bad Segeberg. Das Problem des niederdeutschen Amateur-Ensembles, das gerade mit seinem neuen Stück „Nix as Nonnen“ in der Therapiehalle der Segeberger Kliniken seine Premiere gefeiert hat und nun auf Gastspielreise geht, ist ein geeigneter Probenraum. „Die Speeldeel versucht seit Jahren, ihre Requisiten unterzubringen“, schilderte Sozialausschuss-Vorsitzender Jens Lichte (SPD) bei der jüngsten Sitzung seines Gremiums im Bürgersaal. „Die Sachen sind meist nässe- und kältempfindlich.“ Das gelte im übrigen ebenso für die Kulissen. Derzeit probe das Team in der alten Gosch-Jansen-Halle, die vom örtlichen Tennisclub nicht mehr benötigt wird.

Das Gebäude ist allerdings gerade energetisch nicht gerade auf dem neuesten Stand – um es vorsichtig auszudrücken. Lichte: „Die frieren dort fürchterlich.“ Auch auf der Bühne in der Mühle wurde schon geübt, aber dort mussten die Akteure nach jeder einzelnen Probe ihre Kulissen immer wieder vollständig abbauen.

Daher hat die Speeldeel bei der Stadt nun offiziell angefragt, ob sie in der Zeit von September bis Dezember die Räume auf dem weitläufigen Gelände an der Eutiner Straße kostenfrei nutzen darf. Ansonsten beträgt die Nutzungsgebühr für die Tribüne laut städtischer Satzung 135 Euro pro Tag.

Während Vertreter aller Fraktionen die durchweg privat organisierte Arbeit der Hobby-Schauspieler lobten und deren Beitrag zum örtlichen Kultur- und Unterhaltungsprogramm würdigten, gab es in Sachen Tribüne aber auch Skeptiker. „Die Tribüne ist ein erschwinglicher Veranstaltungsraum für Privatleute“, sagte etwa CDU-Fraktionschef Norbert Reher. „So gern wir die Speeldeel haben – das geht nicht.“ Man würde den Segebergern dort die Möglichkeit familiärer Feiern rauben.

Ralf Schaffer (Wählergemeinschaft BBS) pflichtete Reher bei. Das sei doch schon ein sehr langer Zeitraum. Wenn nun andere Gruppen ebenfalls Interesse an der Tribüne äußerten – mit welcher Begründung sollte man ihnen absagen? Schaffer: „Wir sollten versuchen, die Gosch-Jansen-Halle bespielbarer zu machen. Zum Beispiel mit einer mobilen Heizung.“ Im Übrigen müsse die Kommunalpolitik wissen, wie viele Privatveranstaltungen denn in der fraglichen Zeit durchschnittlich in der Tribüne stattfinden.

Hier lieferte Haupt- und Finanzausschussvorsitzende Ursula Michalak (CDU) Aufklärung: „Es sind zehn.“ Der Sozialausschuss votierte gegen die Überlassung der Tribüne an die Speeldeel; der Haupt- und Finanzausschuss stimmte hingegen mehrheitlich dafür. Allerdings wurde die Überlassung hier zunächst auf das Jahr 2018 begrenzt; sollten sich andere Räume finden lassen, sollen sie den Vorzug erhalten. So brachte CDU-Mann Thomas Vorbeck die Idee auf, die Kalkberg GmbH könne eventuell Platz zur Verfügung stellen, da sie im Gewerbegebiet eine neue Halle als Lagerplatz errichtet und daher eventuell anderswo Flächen frei werden.

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