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Sorge um Winnetous Frisur

Letzte Karl-May-Vorstellung Sorge um Winnetous Frisur

Gelacht wurde dieses Jahr am Kalkberg ohnehin viel – allein schon durch Patrick L. Schmitz, der sich als Dichter „Heinz-Egon Winzigmann“ in Heinz-Erhardt-Manier durch den Wilden Westen reimte. Aber bei der Abschlussvorstellung von „Im Tal des Todes“ baute das Ensemble der Karl-May-Spiele noch zusätzliche Gags ein.

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Mit ungewohnt zerzauster Frisur und einem besonders heftig rußgeschwärzten Gesicht entkam Winnetou (Jan Sosniok) einer Explosion. Auch Old Firehand (Ralf Bauer) war in der letzten Vorstellung der Karl-May-Spiele stärker mitgenommen als sonst. Das Karl-May-Team sparte zum Abschluss der Saison 2015 wieder einmal nicht mit zusätzlichen Gags.

Quelle: Michael Stamp

Bad Segeberg.  Die Schauspieler hatten aber auch allen Grund zur guten Laune: Mit 346677 Zuschauern wurde der Vorjahres-Rekord (329393 Besucher) noch einmal deutlich überboten. Auch 2013 war eine Bestmarke aufgestellt worden.

 Wortwitze und kleine Ergänzungen bei Kostüm und Requisite wechselten sich ab – wobei die Aufführung ansonsten vollständig erhalten blieb, um unbedarfte Zuschauer nicht zu verärgern. Zu ihnen gehörte auch Schauspieler Sky DuMont („Der Schuh des Manitu“), der mit seinen Kindern einen Ausflug an den Kalkberg machte und vor allem für den wortverdrehenden Dichter schwärmte.

 Wie in den Vorjahren setzte Jan Sosniok als Winnetou so manche Pointe. Nach einer Explosion stolperte er mit komplett zerzauster Frisur auf die Bühne – oder er foppte den kriegerischen Häuptling Eiserner Pfeil (Nicolas König), der mit Winnetous eigener Silberbüchse auf ihn zielte. „Schieß doch! Sie ist nicht geladen!“ König schmollte demonstrativ: „Du bist gemein...“

 Statt des üblichen Brandys wurde dem trunksüchtigen Häuptling meistens Eierlikör kredenzt. An anderer Stelle nippte König an seiner Flasche und zitierte abfällig einen alten Werbespruch: „Das ist kein Jim Beam!“

 Doch auch das Team der Greifvogelstation Hellenthal juxte mit. Sowohl Weißkopfseeadler „Cliff“ als auch Virginia-Uhu „Shadow“ waren mit bunten Federn oder einer Plastikblüte geschmückt. „Oh, Ko-inta hat sich schön gemacht!“, sagt Sosniok, auf dessen Arm der Adler („Ko-inta, das Feuerauge“) landete.

 Dichter Winzigmann alias Schmitz erinnerte (wie immer) an Barbara Wussows Schwarzwaldklinik-Karriere, schob aber diesmal trocken nach: „Also, die Schwester Elke, die ist ein heißer Feger!“ Der Humor war übrigens streckenweise das einzig Trockene in der Arena, da zwei kräftige Schauer über den 7500 Zuschauern niedergingen.

 Ralf Bauer legte in Anlehnung an seine Teilnahme bei „Let’s Dance“ einen flotten Hüftschwung hin. So befand Bösewicht Roulin (Joshy Peters) knallhart: „Der Tanzheini muss verschwinden!“ Als Peters beim Aufsteigen aufs Pferd ein kleines Problem hatte, wurde er von Fabian Monasterios („Juanito Alfarez“) angeflachst: „Na - was? Du machst das doch seit 25 Jahren!“ Sogar schon länger. Der Hamburger spielt mit wenigen Unterbrechungen seit 1987 am Kalkberg mit.

 Barbara Wussow („Senorita Miranda“) ließ weiße Tauben in den Bad Segeberger Himmel steigen. „Ich wünsche Bad Segeberg viel Liebe, viel Glück und viel Erfolg für die nächsten Jahre!“ Konter Winzigmann mit Uhu: „Soll ich Fridolin hinterherschicken? Der holt die Tauben zurück...“

 In der Saison 2016 wird der Klassiker „Der Schatz im Silbersee“ auf die Bühne gebracht. Fest steht, dass Jan Sosniok wieder den Winnetou spielt – dann auch wieder mit ordentlich gekämmten Haaren.

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