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34 Statisten spielten die Opfer

Feuerwehrübung in Struvenhütten 34 Statisten spielten die Opfer

Es waren beängstigende Szenen, die sich am Mittwochabend in und vor einem leer stehenden Bürohaus an der Struvenborner Straße in Struvenhütten abspielten. Zum Glück handelte es sich nur um eine Großübung der Feuerwehr.

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An der Großübung in Struvenhütten nahmen 115 Feuerwehrleute aus acht Wehren teil.

Quelle: Alexander Christ

Struvenhütten. 115 Feuerwehrleute aus sieben Wehren des Amtes Kisdorf, die Besatzung des Teleskopmastfahrzeugs der Kaltenkirchener Feuerwehr, 18 Rettungsassistenten, 34 Statisten, die die Opfer spielten, sowie 20 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Rettungsdienste waren an dem Training für den Ernstfall beteiligt.

 Um 18.34 Uhr piepten bei den Feuerwehrleuten die Meldeempfänger. Im Struvenhüttener Dorfzentrum - so das Manöverdrehbuch - war es in einem Verwaltungsgebäude aufgrund eines technischen Defektes zu einer Explosion gekommen, die einen Brand auslöste. Die zu diesem Zeitpunkt im Gebäude anwesenden 34 Mitarbeiter wurden von den Flammen eingeschlossen. Dichter Nebel, der künstlich hergestellt wurde, machte jegliche Orientierung für die Eingeschlossenen unmöglich, so dass die Feuerwehr eingreifen musste.

 „Hilfe, rettet mich!“, schrie Jugendfeuerwehrmann Linus Westermann, der eines der angeblichen Opfer mimte, aus einem Fenster im ersten Obergeschoss. Bereits vier Minuten nach der Alarmierung traf das erste Einsatzfahrzeug der Struvenhüttener Feuerwehr am Übungsort ein. Die anderen folgten schnell. „Los, geht rein, holt sie raus“, befahl Struvenhüttens stellvertretender Wehrführer Matthias Möller, der die Pläne für diese Übung gemeinsam mit Struvenhüttens Gemeindewehrführer Jan Daugardt und Amtswehrführer Michael Henning ausgearbeitet hatte. Kurze Zeit später schleppten die Hartenholmer Feuerwehrleute Ulli Peve und Jens Krayenborg das erste vermeintliche Opfer ins Freie. Während die Feuerwehrleute immer mehr Personen aus dem Gebäude schafften und zu einem Sammelplatz brachten, wurden mehrere Schlauchstrecken mit einer Gesamtlänge von rund einem Kilometer verlegt.

 Das Löschwasser wurde aus umliegenden Hydranten sowie aus der Schmalfelder Au entnommen. Nur 30 Minuten nach der Alarmierung wurde die letzte der 34 im Gebäude vermissten Personen in Sicherheit gebracht.

 „Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren hat hervorragend geklappt. Da stimmte jeder Handgriff“, lobte Henning.

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